Rechtstipp: Kein Anspruch auf Nachtarbeit

Von: ddp
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Köln. Arbeitnehmer haben nach einer Versetzung keinen Anspruch darauf, weiterhin nachts sowie an Sonn- und Feiertagen zu arbeiten und entsprechende Gehaltszuschläge zu kassieren.

Das gilt jedenfalls dann, wenn der Arbeitsvertrag keine Angaben zur Arbeitszeitverteilung enthält, wie das Landesarbeitsgericht Köln entschied.

Damit wiesen die Richter die Klage eines Zugreinigers gegen seine betriebsbedingte Versetzung ab. Der Arbeitnehmer hatte die Versetzung von der Zug- zur Gebäudereinigung für unwirksam gehalten, da er an seinem neuen Arbeitsort keine Nacht- und Sonntagsschichten mehr machen könne und damit erhebliche Gehaltseinbußen erleide. Der Kläger hatte in den vergangenen elf Jahren regelmäßig außerhalb der regulären Arbeitszeit gearbeitet.

Demgegenüber verwiesen die Richter darauf, dass der Kläger laut Arbeitsvertrag lediglich als Arbeiter ohne näher bezeichneten Aufgabenbereich eingestellt worden sei. Es gebe auch keine Vereinbarung zu einer bestimmten Arbeitszeiteinteilung.

Die elfjährige Tätigkeit als Zugreiniger ändere nichts daran, dass der Arbeitgeber den Kläger im Rahmen des Direktionsrechts als Gebäudereiniger weiterbeschäftigen dürfe. Auch für Sonderschichten gebe es keinen Bestandsschutz. Da der Kläger nicht mehr nachts oder an Wochenenden arbeite, könne er die entsprechenden Zuschläge nicht mehr als Ausgleich verlangen.

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