Rechtstipp: Eheleute können sich kein Arbeitszimmer vermieten

Von: ddp
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München. Da das häusliche Arbeitszimmer in der meisten Fällen steuerlich kaum noch absetzbar ist, wollten Eheleute mit einem gemeinsamen Haus sich gegenseitig einen Raum vermieten.

Die Kosten machten sie als Werbungskosten für das Arbeitszimmer geltend - die Mieteinnahmen wurden als Einkünfte erfasst und um die anteiligen Kosten der Immobilie gemindert.

Die Richter am Finanzgericht München wollten dieses Steuersparmodell allerdings nicht anerkennen und sahen in ihm einen Gestaltungsmissbrauch.

Denn die gegenseitige Vermietung erfolgte nur deshalb, um das Abzugsverbot für das Arbeitszimmer zu umgehen.

Nach Ansicht der Richter wurde eine Gestaltung gewählt, die erkennbar nur darauf ausgerichtet war, Steuern zu sparen und für die es keine außersteuerlichen Gründe gab. Ein solcher Missbrauch werde aber nicht noch mit einem Steuervorteil gefördert. (AZ: 10 K 1573/07)
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