Aachen - Provision: Neues Maklergesetz entlastet Mieter

Provision: Neues Maklergesetz entlastet Mieter

Von: Max Geißler
Letzte Aktualisierung:
Makler Gebühren Provision Mieter Wohnug Symbol
Seit dem 1. Juni 2015 stehen die Vermieter in der Pflicht, die Maklerprovision zu bezahlen.

Aachen. Durch das neue Maklergesetz scheinen die Mieter entlastet. Denn die Maklerprovision bezahlt jetzt der Vermieter. Doch das gilt leider nicht in jedem Fall. Seit dem 1. Juni 2015 stehen die Vermieter in der Pflicht, die Maklerprovision zu bezahlen.

Das gilt ebenfalls für Maklerverträge, die bereits vor dem 1. Juni abgeschlossen wurden. Ein Abwälzen der Kosten auf den Mieter ist nun nicht mehr erlaubt.

Wie hoch ist die Maklerprovision?

Die Maklergebühr bei Vermietungen darf zwei Nettokaltmieten inklusive Mehrwertsteuer nicht überschreiten. Vermieter können die Maklerprovision aber komplett steuerlich beim Finanzamt absetzen.

Vermieter kann Maklercourtage umgehen

Vermieter haben weiterhin die Möglichkeit, die Miete anzuheben, um dadurch zumindest einen Teil der Maklerprovision zurück zu erhalten. Vor willkürlicher Mieterhöhung schützt den Mieter seit kurzem die Mietpreisbremse. Demnach darf der Mietzins bei Neuvermietungen die ortsübliche Durchschnittsmiete nicht mehr als zehn Prozent übersteigen.

Vorsicht:

Einige Vermieter versuchen mittels höherer Abstandszahlungen für Küchen oder teure Einbaumöbel die Maklerkosten abzufedern. Hier ist Ihr Verhandlungsgeschick gefragt.

Tipp:

Die Gerichte werten Abstandszahlungen als Übervorteilung, wenn die Ablöse den tatsächlichen Wert der Möbel um mehr als 50 Prozent übersteigt.

In Ausnahmefällen zahlen Mieter die Maklerprovision?

Wer einen Makler bestellt, der zahlt. Das bedeutet nicht, dass der Besteller grundsätzlich der Vermieter sein muss, auch Mieter können einen Makler beauftragen. Wenn beispielsweise der Mieter vorzeitig seinen Mietvertrag kündigen möchte und einen Makler mit der Suche nach einem Nachmieter beauftragt. Gleiches gilt, wenn der Mieter einem Makler den Auftrag erteilt, ihm eine neue Mietwohnung zu suchen. In diesen Fällen muss der Mieter die Maklerprovision begleichen.

Kein Besteller-Prinzip beim Verkauf

Verkäufer und Immobilienmakler können frei aushandeln, wer die Maklerprovision begleicht. Das kann sowohl der Verkäufer als auch der Käufer sein. In der Praxis gibt es in den einzelnen Bundesländern unterschiedliche Gepflogenheiten. So bezahlt etwa in den Ländern Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg und Hessen in der Regel der Käufer die Provision, in den übrigen Bundesländern teilen sich dagegen Käufer und Verkäufer die Kosten.

Wie hoch sind die Maklergebühren beim Verkauf?

Je nach Bundesland liegen die Gebühren zwischen 5,95 und 7,14 Prozent.

Wann ist die Maklerprovision fällig?

Die meisten Maklerbedingungen schreiben vor, dass die Provision mit Abschluss eines Miet- oder notariellen Kaufvertrags fällig wird. Als Zahlungsfrist sind meist ein oder zwei Wochen vorgegeben. Immobilienverkäufer erhalten jedoch oftmals mehr Zeit. Hier wird die Maklergebühr in der Regel erst nach Eingang des Kaufpreises auf dem Konto entrichtet.

Baugeld-Vergleich: Verschaffen Sie sich einen Überblick über die aktuellen Baugeldkonditionen überregionaler und regionaler Anbieter.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert