Ohne Sorgen: Die Prepaid-Kreditkarte

Von: Max Geißler
Letzte Aktualisierung:
Prepaid
Wem die Bonität oder das nötige Einkommen fehlt, der kann auf eine Prepaid-Kreditkarte zurückgreifen. Foto: dpa

Aachen. Mehr finanziellen Spielraum gefällig? Prepaidkarten eignen sich vor allem bei geringem Einkommen. Oft gehen die Kreditkarten sogar ins Minus.

Schüler, Studenten und Personen mit geringem Einkommen oder mieser Schufa-Bewertung erhalten von ihrer Bank meist keinen Dispokredit und auch eine Kreditkarte. Shoppen mit Plastikgeld oder Geldabheben auf Pump sind dann Fehlanzeige. Auch das Geldziehen an Automaten in fernen Ländern ist häufig nicht möglich, denn einfache Bankkarten findet in Asien und Amerika nur selten Akzeptanz.

Ausweg Prepaidkarte

Im Gegensatz zur klassischen Kreditkarte funktionieren diese Karten nur auf Guthabenbasis, können also nicht ins Minus rutschen. Der Karteninhaber muss vor dem Einsatz der Prepaidkarte Geld auf das Kreditkartenkonto einzahlen. Vorteil: Bei vielen Prepaidkarten ist keine Schufa-Auskunft nötig. Bankkunden mit ungenügender Bonität können so trotzdem zu einer Kreditkarte gelangen. Die Funktionsweise der Prepaidkarte ist analog zur klassischen Kreditkarte: Sie ermöglicht das Bezahlen in Geschäften, Restaurants, Tankstellen und im Internet, darüber hinaus kann man Flüge buchen und im In- und Ausland Geld abheben.

Prepaidkarten - es gibt auch Nachteile

Prepaidkarten bringen aber auch einige Nachteile mit sich. So kann es bei der Buchung von Mietwagen oder Hotelzimmern zu Problemen kommen, da die Kreditkarte auf Guthabenbasis häufig nicht als Sicherheit akzeptiert wird. Viele Unternehmen verlangen klassische Kreditkarten mit Kreditfunktion. Auch die Bargeldauszahlung am Automaten kann dürftig ausfallen, da manche Bank die Höhe der Auszahlungen bei Prepaidkarten deckelt. Zudem fallen Gebühren an. Die Payango Kiscard der Landesbank Berlin berechnet zum Beispiel 2,50 Euro für jede Abhebung im Inland. Innerhalb der Eurozone sowie im fernen Ausland fallen 1,50 Euro an. Die Prepaidkarte der Unicredit Bank verlangt für Abhebungen an fremden Geldautomaten sogar fünf Euro Gebühr. Außerdem zahlen über 18jährige pro Aufladevorgang auf die Kreditkarte jeweils ein Euro.

Top Kreditkarten mit Prepaid

Weltweit einsetzbar ist die ADAC Clubmobil-Karte. Die Prepaidkarte verzichtet außerhalb Deutschlands auf Abhebegebühren und bietet einen Prozent Rabatt für jede Tankfüllung. Außerdem ist keine Schufa-Auskunft fällig. Eine Kreditkarte auf Guthabenbasis findet sich auch bei der Wüstenrotbank. Das Girokonto Top-Giro ermöglicht eine Prepaidkarte von Visa, die keine Jahresgebühr kostet und mit der man zwölfmal im Jahr kostenlos Geld im Inland ziehen kann. Häufigere Abbuchungen kosten allerdings 99 Cent je Vorgang.

Ebenfalls auf Guthabenbasis erhältlich sind klassische Kreditkarten bei ING-Diba, Consorsbank und Mittelbrandenburgischer Sparkasse. In allen Fällen sind die Kreditkarten an das Girokonto gekoppelt und bei ausreichender Bonität mit entsprechendem Kreditrahmen ausgestattet. Bankkunden mit geringem Einkommen oder mit geringer Bonität können das Girokonto aber auch ohne Dispokredit beantragen.

 

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