Ökobanken: Die besten grünen Girokonten

Von: Max Geißler
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Aachen. Immer mehr Kunden wollen ihr Geld umweltfreundlich anlegen. Viele Ökobanken bieten zunehmend auch grüne Girokonten an. Lohnt sich ein Wechsel?

Immer mehr Sparer wechseln zu einer Ökobank. Die GLS Bank mit Hauptsitz in Bochum gewann allein im vergangenen Jahr 27.000 Kunden hinzu. Das ist ein Zuwachs von immerhin 23 Prozent. Auch die niederländische Triodos Bank und die Ethikbank, eine Niederlassung der Volksbank Eisenberg, wachsen zweistellig.

Zu den Produkten, den die ökologischen Geldhäuser anbieten, zählen nicht nur Kredite, Baufinanzierungen oder Tagesgeld, sondern zunehmend auch grüne Girokonten. Stellt sich für viele Bankkunden die Frage: Lohnt sich der Umstieg auch finanziell?

 

Was kostet ein grünes Girokonto?

Ein Girokonto bei einer der Ökobanken wird vorrangig online betrieben. Daher lohnt es sich, die Angebote mit klassischen Direktbanken zu vergleichen. Wer sich für ein grünes Girokonto entscheidet, muss Kontoführungsgebühren berappen. Bei der GLS Bank fallen zwei Euro pro Monat an, die Steyler Bank verlangt von ihren Kunden 2,50 Euro monatlich und die Triodos Bank 3,50 Euro. Bei der Ethikbank sind die ersten zwölf Monate nach Kontoeröffnung kostenfrei -; danach kostet das Girokonto fünf Euro im Monat.

Bei jungen Erwachsenen in Ausbildung machen zum Beispiel GLS und Steyler Bank eine Ausnahme: Wer unter 27 Jahren ist, muss keine Kontoführungsgebühren zahlen. Zum Vergleich: Bei vielen klassischen Direktbanken, wie beispielsweise Comdirect, Cortal Consors, oder ING-Diba ist das Girokonto gebührenfrei.

 

Wo gibt es kostenlos Bargeld?

Bei der Bargeldversorgung sieht es besser aus. So können Kunden der GLS-Bank und der Ethikbank auf die rund 19.000 kostenlosen Geldautomaten der Volks- und Raiffeisenbanken zugreifen. Die Triodos Bank wirbt zwar damit, dass Sie als Nutzer des Girokontos mit der Master Card an fast allen Geldautomaten bundesweit kostenlos Bargeld ziehen können. Diese Aussage stimmt aber nur bedingt. Denn um diesen Service nutzen zu können, benötigen Sie eine Kreditkarte und die kostet 25 Euro im Jahr. Die Steyler Bank bietet ihren Kunden mit 2.900 Automaten des Cash-Pools eine vergleichsweise geringe Automatendichte.

Zum Vergleich: Kunden der DAB- und DKB Bank oder Cortal Consors können mit der kostenlosen Kreditkarte gebührenfrei weltweit Bargeld abheben. Comdirect ermöglicht das immerhin für alle Auslandsabhebungen, im Inland stehen 9.000 kostenlose Automaten der Cash-Gruppe bereit.

 

Kreditkarte gratis zum Girokonto?

Bei den Kosten für Kreditkarten können Umweltbanken erneut nicht überzeugen. Alle Institute fordern Jahrespauschalen. So kostet die Master Card bei Steyler- und Ethik Bank 20 Euro im Jahr, GLS- und Triodos Bank berechnen je 25 Euro. Lichtblick: Als Kunde der Ethik Bank haben Sie immerhin die Möglichkeit, durch einen Jahresumsatz von 4.000 Euro die Kartengebühr auf null zu drücken. Hingegen stellen die meisten herkömmlichen Direktbanken eine einfache Visa- und Mastercard kostenlos bereit.

 

Grüne Girokonten günstig überziehen?

Ja, das ist möglich. Die Dispokredite grüner Girokonten sind durchweg akzeptabel. So erhebt die GLS Bank nur 7,3 Prozent Überziehungszins, die Ethikbank begnügt sich mit 8,5 Prozent. Etwas teurer sind Triodos Bank mit 9,23 Prozent und die Steyler Bank mit 9,5 Prozent.

 

Fazit:

Verbraucher, die mit spitzer Feder rechnen, werden mit dem Girokonto bei einer Alternativbank wohl kaum glücklich. Neben der monatlichen Kontoführungsgebühr fällt fast immer auch eine Jahrespauschale für Kreditkarten an. Die gebührenfreie Bargeldversorgung ist bei einigen Instituten eingeschränkt. In Sachen Dispozinsen müssen Sie allerdings keine Nachteile befürchten. Wenn Ihnen gutes Gewissen bei der Geldanlage jedoch sehr wichtig ist, dann ist ein Girokonto bei einer umwelt- und sozial orientierten Bank durchaus eine echte Alternative.

 

 

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