Notar wahrt nicht automatisch die Interessen des Käufers

Von: dapd
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Berlin. Die Rolle des Notars bei der Abwicklung von Immobiliengeschäften wird oft überschätzt. Er muss nicht, wie oft angenommen, die Interessen des Käufers wahren. Darauf macht der Verband Privater Bauherren (VPB) aufmerksam.

Grundstücke, Häuser und Eigentumswohnungen dürfen in Deutschland nur über einen Notar ver- und gekauft werden. Dieser übernimmt mit der Abwicklung von Grundstücks- und Immobiliengeschäften hoheitliche Aufgaben und ist an eine Gebührenordnung und gesetzliche Vorschriften gebunden. Damit schützt der Staat Käufer und Verkäufer vor Betrug.

Der Notar muss beim Beurkundungstermin zwar darauf achten, dass unerfahrene Beteiligte nicht benachteiligt werden. Aber es gehört nicht zu seinen Aufgaben, zu prüfen, ob der Vertrag auch die Interessen des privaten Bauherrn berücksichtigt.

Im Gegenteil, er darf als Unparteiischer nicht einmal auf die eventuell wirtschaftlich unvorteilhafte Gestaltung eines Vertrags hinweisen. Käufer und Verkäufer genießen Vertragsgestaltungsfreiheit.

Routinierte Bauunternehmen wissen das und legen ihren Käufern meist vorformulierte Verträge vor. Oft steht auf diesen Vertragsentwürfen der Begriff „notargeprüftes Vertragsmuster”. Doch diese Formulierung sei absolut nichtssagend, so der VPB. Sie garantiere dem Käufer keinerlei Sicherheiten.

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