Nicht zu emotional beim Immobilienkauf

Von: Thomas Brummer
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Gerade bei Immobilienkäufern, die selbst einziehen, spielen subjektive Kriterien eine Rolle. Foto: Armin Weigel/dpa

Aachen. Die Mehrzahl der Immobilieneigentümer bereut ihre Kaufentscheidung nicht, so eine Umfrage. Um hier dazu zu gehören, sollten Sie ein paar Dinge beachten.

Der Kauf einer Immobilie ist für viele die mit Abstand größte Anschaffung im Leben. Wohl durchdacht und über Monate oder Jahre geplant verwirklichen sich zahlreiche Haushalte den Traum von den eigenen vier Wänden. Schön wär es.

Nach einer Untersuchung von Interhyp ist das aber längst nicht immer der Fall. „Die Studie zeigt, dass der Erwerb von Wohneigentum für viele Menschen ein sehr emotionales Thema ist, das über Rationalität und Wirtschaftlichkeitserwägungen weit hinausgeht“, sagt Michiel Goris, Vorstandsvorsitzender des Baugeldvermittlers Interhyp.

Gerade bei Immobilienkäufern, die selbst einziehen, spielen subjektive Kriterien eine Rolle. Wieso auch nicht, schließlich wohnen die Betroffenen ja später auch in der Immobilie? Aber auch rationale Erwägungen sollten nicht zu kurz kommen. Goris drückt den Sachverhalt so aus: „Die meisten unserer Kunden suchen nicht nur eine Immobilie, sondern ein Zuhause.

Eine weitere Erkenntnis der Interhyp-Befragung: Wohneigentum macht glücklich. So gaben 80 Prozent der Befragten an, im Eigenheim leben zu wollen. Stolze 93 Prozent der Eigenheimer bereuen ihre Anschaffung nicht. Die zufriedensten Eigentümer leben demnach in München. Kein Wunder, ihre Anwesen erzielen heute bundesweit die höchsten Verkaufspreise. Am unzufriedensten äußerten sich indes Eigentümer in Köln.

Lassen Sie sich nicht allzu sehr von Gefühlen leiten. Sehen Sie sich erst mehrere Objekte an, um ein Gefühl dafür zu bekommen, worauf es ankommt. So können Sie gleichzeitig ausloten, welche Immobilie wirklich zu Ihnen passt – schließlich binden sich die meisten Kreditnehmer über Jahre, wenn nicht Jahrzehnte. Bei einer Eigentümergemeinschaft gilt es beispielsweise zu prüfen, welche Rücklagen vorhanden sind.

Außerdem hilft ein Blick in die Protokolle der vergangen Eigentümerversammlungen, um zu wissen in welchem Zustand das Objekt ist. Hier sehen Sie schnell, ob größere Maßnahmen anstehen. Ebenso ist das Baujahr ein erstes Kriterium und damit verbunden die Bausubstanz. Wichtige Fragen sind etwa: In welchem Zustand ist das Dach? Wie alt ist die Heizungsanlage? Steht eine Fassadenrenovierung an? Eine entsprechende Sanierung kann schnell teuer werden.

Tipp:

In jedem Fall sollten Kaufinteressierte die Zinsen für Baufinanzierungen genau vergleichen. Trotz derzeit moderater Zinsen lassen sich einige tausend Euro sparen.

Baugeld-Vergleich: Verschaffen Sie sich einen Überblick über die aktuellen Baugeldkonditionen überregionaler und regionaler Anbieter.

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