Nicht immer gut gemeint: Gutschein-Offerten im Detail prüfen

Von: dpa
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Leipzig. Vor dem Kauf eines Gutscheins im Internet sollten Verbraucher das Angebot unbedingt genau prüfen. Das gilt besonders dann, wenn die Offerte extrem günstig erscheint.

Ein Blick ins Kleingedruckte kann dann zum Beispiel enthüllen, dass die Dienstleistung nur an bestimmten Tagen gilt oder der auf einem Coupon beworbene Produktpreis an einen Mindestbestellwert geknüpft ist. Darauf weist die Verbraucherzentrale Sachsen hin.

Wichtig sei zudem ein Blick auf die sonst geltenden Preise des Anbieters und auf vergleichbare Angebote Dritter. Außerdem warnen die Verbraucherschützer vor einem bei Gutscheinportalen und Händlern gängigen Trick: dem Vergleichen von nicht Vergleichbarem. Dabei werde zum Beispiel gerne ein rabattierter Preis dem teuersten Angebot - zum Beispiel einem Wochenendtarif - gegenübergestellt, obwohl der Gutschein nur an einem Wochentag eingelöst werden kann.

Grundsätzlich gilt für die Gültigkeitsdauer von Gutscheinen die gesetzliche Verjährungsfrist von drei Jahren. Sieht ein Anbieter kürzere Einlösefristen vor, sei dies nur in Ausnahmefällen wirksam, erklären die Verbraucherschützer.

Um aber Ärger von vorneherein zu vermeiden, sollten Verbraucher besser keine Gutscheine mit zu kurzen Einlösefristen kaufen. Wer im Internet einen Gutschein erworben hat und später feststellt, dass es ein Fehlkauf war, kann von seinem zweiwöchigen Rückgaberecht Gebrauch machen.

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