Aachen - Mit Wohnriester seniorengerecht umbauen

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Mit Wohnriester seniorengerecht umbauen

Von: Max Geißler
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Möglichst lange in den eigenen vier Wänden wohnen. So stellen sich die meisten Menschen das Älterwerden vor. Mit staatlichen Fördermitteln können sie sich beim altersgerechten Umbau unterstützen lassen.

Wer einmal in der eigenen Immobilie gewohnt hat, zieht ungern wieder aus. Allerdings ist lange nicht jedes Haus oder jede Eigentumswohnung seniorengerecht gestaltet. Häufig gibt es weder einen Fahrstuhl, noch altersgerechte Küchen oder Badezimmer. Eine barrierefreie Umgestaltung kann helfen, die Wohnung an veränderte Lebensumstände anzupassen. Schwellen müssen verschwinden, Durchgänge verbreitert und der Zugang zu oberen Räumen beispielsweise mit Hilfe eines Treppenlifts erleichtert werden. Ein solcher Umbau geht allerdings kräftig ins Geld. Um eine durchschnittliche Wohnung schwellenfrei zu gestalten, fallen laut Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) etwa 20.000 Euro an. Ein Treppenlift kostet mindestens 6.000 Euro, eine Badsanierung knapp 5.000 Euro und für eine breitere Gebäudeeingangstür kommen noch einmal 2.300 Euro hinzu.

Laut einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) sparen Hausbesitzer, die ihr Eigenheim für den Ruhestand fit machen wollen, im Schnitt 330 Euro im Monat. Manche legen das Geld auf einem Tagesgeldkonto zurück, andere sparen mit Festgeld. Eine beliebe Alternative zum Vorsparen ist der Bausparvertrag, sagt Sabine Schmitt von der Landesbausparkasse Baden-Württemberg (LBS). Knapp ein Drittel aller Immobiliensparer setzt auf diese Sparform.

Wohnriester für die altersgerechte Immobilie

Soll die Renovierung über ein Bauspardarlehen finanziert werden, können Eigenheimbesitzer staatliche Fördermittel in Anspruch nehmen. Beim Bausparen winken Wohnriester-Förderung, Wohnungsbauprämie und Arbeitnehmersparzulage. Langfristig summieren sich die Fördergelder auf einen fünfstelligen Betrag. Positiv: Ab 2014 genießen Wohnriester-Sparer, die ihr Eigenheim altersgerecht umbauen, größere Freiheiten. Wurde die Immobilie in den vergangenen drei Jahren gekauft, kann man mehr als 6.000 Euro aus dem Wohnriester-Vertrag vorzeitig entnehmen, liegt der Kauf länger zurück sind es mindestens 20.000 Euro. Ein Sachverständiger muss den altersgerechten Umbau bestätigen.

Auf KfW-Kredit setzen

Staatliche Unterstützung gibt es auch über die KfW Förderbank. Im Programm 159 Altersgerechter Umbau erhalten Modernisierer bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit ab 1,0 Prozent Effektivzins. Das Programm ist in sieben Förderbereiche aufgeteilt. Jeder Förderbereich kann als Ganzes oder in Form von Einzelmaßnahmen genutzt werden. Auch eine Kombination verschiedener Förderbereiche ist möglich. Einzelne Modernisierungsmaßnahmen sind zum Beispiel der Einbau eines Aufzugs, einer bodengleichen Dusche oder das Entfernen von Türschwellen. Das Programm bietet Antragstellern größtmögliche Flexibilität, sagt KfW-Wohnbauexperte Tino Berendt. Es wird nicht nur individuellen Wünschen, sondern auch den unterschiedlichen baulichen Gegebenheiten gerecht.

Kleine Kredite für kleine Umbaumaßnahmen

Auch kleine Modernisierungsdarlehen dienen zur Finanzierung altersgerechter Umbauten, die etwa von der Allianz, PSD Bank Rhein-Ruhr oder die Volksbank Dortmund gewähren. Je nach Laufzeit und Kredithöhe sind solche Darlehen bereits ab 2,5 Prozent Zinsen zu haben. Möglich ist aber auch eine neue Art von Modernisierungsdarlehen, wie sie etwa die Deutsche Bank, LBS und andere Bausparkassen anbieten: Mit einer Kombination aus Vorfinanzierung und Bausparvertrag lassen sich mittlere Investitionssummen zwischen 10.000 und 30.000 Euro kostengünstig abdecken. Positiv: Diese Darlehen erfordern keinen Grundbucheintrag. Kurze Laufzeiten, Sondertilgungsoption und faire Bonitätsbewertung sorgen dafür, dass auch ältere Modernisierer solche Darlehen ohne Zinsaufschläge erhalten können, sagt Martin Leveringhaus, Immobilienexperte bei der Deutschen Bank.

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