München - Mit Hightech gegen Auffahrunfälle

Mit Hightech gegen Auffahrunfälle

Von: ddp
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München. Vorausschauende Fahrweise ist durch nichts zu ersetzen. Aber Hightech kann dem Menschen am Steuer zumindest die Aufgabe erleichtern und effektiv Kollisionen vermeiden helfen.

Das ergab ein Test des Automobilclubs ADAC in München. Dabei nahmen die Fachleute sechs Abstandsregelautomaten in Fahrzeugen der Mittelklasse unter die Lupe, die durch optische oder akustische Signale in gefährlichen Situationen warnend eingreifen.

ADAC-Mann Christian Buric erläutert: „Die radargestützten Systeme wurden speziell bezüglich ihrer Fähigkeit zur Unfallvermeidung untersucht.” Das Ergebnis des Tests: ACC-Systeme (Adaptive Cruise Control) mit integrierten Kollisionswarnern können die Verkehrssicherheit deutlich erhöhen. Das beste ACC-System hat laut ADAC der Volvo XC60. Aber auch die Lösungen von Audi, VW, Honda, Lexus und Ford tragen dazu bei, dass die Verkehrssicherheit erhöht wird.

Untersucht wurden die Handhabung der Systeme, der Komfortgewinn durch die Abstandsregelung sowie das Verhalten zur Vermeidung von Unfällen. Dabei wurden der Zeitpunkt und die Art der Warnung begutachtet. Im Vergleichstest gewann der Volvo XC60. Sein System zeigte ein hohes Potenzial zur Unfallvermeidung. Auch die komfortable Abstandsregelung und die einfache Bedienung des Systems trugen zum guten Gesamtergebnis bei.

Ein Highlight beim Volvo: Er besitzt zusätzlich das laserbasierte Notbremssystem „City-Safety”. Dieses ist, unabhängig von der Abstandsregelung, serienmäßig im Volvo XC60 eingebaut. Das System erkennt bei Geschwindigkeiten bis 30 km/h selbst stehende Fahrzeuge und leitet selbständig eine Notbremsung ein. Auffahrunfälle können so vermieden, zumindest aber kann die Geschwindigkeit beim Aufprall reduziert werden.

Auf dem zweiten Platz rangierte im ADAC-Ranking der Audi A4. Die beste Abstandsregelung im Test sowie die gute Bedienbarkeit fielen positiv auf. In der Unfallvermeidung sind nach Ansicht der Fachleute Verbesserungen am System notwendig, da es stehende Fahrzeuge nicht erkennt. VW landete mit dem Passat CC auf dem dritten Platz: Das Abstandsregelsystem beinhaltet als einziges seiner Klasse eine „Stop & Go-Funktion”, die im Stadtverkehr oder im Stau eine automatische Abbremsung bis zum Stillstand bietet.

Der Honda Accord sowie der Lexus IS schnitten befriedigend ab. Der getestete Ford Mondeo fand sich aufgrund des geringen Potenzials zur Unfallvermeidung auf dem letzten Platz. „Plötzlich einscherende Fahrzeuge werden spät erkannt”, merkt ADAC-Mann Buric an.
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