Mit dem Garten Wert von Eigentum erhöhen

Von: Horst Peter Wickel
Letzte Aktualisierung:
Garten
Nach dem Global Garding Report des schwedischen Gartengeräteherstellers Husqvarna steigt der Wiederverkaufswert eines Eigenheims in Deutschland durch einen gepflegten Garten im Durchschnitt um 18 Prozent. Foto: dpa

Aachen. Der Anblick eines schönen Gartens ruft bei einem potenziellen Käufer positive Emotionen hervor, die ihn für die Immobilie und das Grundstück einnehmen", sagt Eva Reinhold-Postina vom Verband Privater Bauherren (VPB). Das schlägt sich letztlich auch im Preis der Immobilie nieder.

Nach dem Global Garding Report des schwedischen Gartengeräteherstellers Husqvarna steigt der Wiederverkaufswert eines Eigenheims in Deutschland durch einen gepflegten Garten im Durchschnitt um 18 Prozent. Für die Studie hatte das Marktforschungsunternehmen Kairos Future 5.000 Hausbesitzer, 120 Gartenarchitekten und 44 Makler in neun Ländern auf vier Kontinenten befragt.

Mit einer Formel aus den weichen Mittelwerten vorsichtig-rationaler und optimistisch-emotionaler Schätzungen des Immobilienwerts mit und ohne gepflegten Garten, den harten Faktoren wie den Kosten, die durch Pflege, Pflanzenkauf und Gartengestaltung anfallen, sowie der zu erwartenden Amortisation beim Verkauf wurde dieser mögliche Wertzuwachs errechnet. Damit erzielt der finanzielle Aufwand für Rasenmäher, Spaten, Hacke, Sprinkler, Dünger und Samen erfreuliche Renditen. Für jeden Euro, den ein Grundeigentümer in Deutschland in seinen Garten investiert, bekommt er durch die Wertsteigerung 2,60 Euro zurück", heißt es in der Studie.

Dass ein schöner Garten bei Kaufinteressenten positive Emotionen weckt, bestätigen Immobilienmakler wie Verbraucherschützer. Ganz anders sei die Situation, wenn Unkraut wuchert und Moos Bäume und Gehwegplatten überzieht: Liegt ein Garten zwei Jahre brach, geht jeder Interessent davon aus, dass auch am Haus selbst in dieser Zeit nichts getan wurde", sagt Eva Reinhold-Postina vom Verband Privater Bauherren (VPB). Selbst wenn dies nicht der Fall sein sollte, würden sich viele Familien auf der Suche nach einem Eigenheim bei einem verwilderten Garten sofort abwenden.

Wünsche an den Garten können sich stark unterscheiden

Gepflegte Rasenflächen, einladende Sitzplätze, gepflasterte Wege, dekorative Bäume und Büsche, Wasserelemente, Obstbäume und Geräteschuppen gelten als besonders wertsteigend für den Wert einer Immobilie. Allerdings können sich die Wünsche und Interessen von potentiellen Kaufinteressenten stark unterscheiden, zum Beispiel beim erforderlichen Pflegeaufwand.

Und auch wenn ein ökologisch ausgeklügelter Schwimmteich für Naturfreunde durchaus den Wert einer Immobilie erhöhen kann -; unter Umständen schreckt der intensive Pflegeaufwand Kaufinteressenten ebenso ab wie die Aussicht auf sommerliche Mückenschwärme auf der Terrasse.

Selbst ein vermeintlich wilder Garten kann beim Verkauf einer Immobilie helfen: Ein gezielt naturbelassener Garten mit Blumenwiese als Nektarspender für Insekten, einem Froschteich und Bäumen mit Nistplätzen für Vögel hat für manche ökologisch ausgerichteten Eigenheimerwerber seinen Reiz", sagt VPB-Expertin Reinhold-Postina. Andere Interessenten werden hingegen eine einfachere Gartengestaltung mit grünem Rasen, bunten Blumenbeeten und einem Apfelbaum bevorzugen. Patentrezepte für die wertsteigernde Gartengestaltung jedenfalls sind nicht zu finden.

 

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