Mit Bankauszahlplänen im Alter eine sichere Rente kassieren

Von: Oliver Mest, ddp
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Berlin. Ein sicheres Zusatzeinkommen im Alter - wer wünscht sich das nicht? Vor allem, wenn bereits Geld angespart wurde und zum Beispiel eine Lebensversicherung zur Auszahlung steht, machen sich viele Sparer Gedanken, wie sie das Ersparte für das Alter einsetzen.

Oft kommen dann Rentenversicherungen ins Spiel. Mit Bankauszahlplänen aber rechnen die wenigsten und verzichten auf viel Sicherheit und eine günstige Anlage.

Bei einem Bankauszahlplan legen Sparer ihr Geld festverzinslich an und lassen sich jeden Monat die Zinsen und einen kleinen Teil des Kapitals auszahlen. Der Bankauszahlplan wird dabei so angelegt, dass sie nach einem vorher festgelegten Plan das Kapital in einem frei wählbaren Zeitraum - seien es 10,20 oder 30 Jahre verbrauchen. Dabei erlauben Bankauszahlpläne, aus dem Ersparten eine fest kalkulierbare Rente zu machen.

Außerdem behalten Sparer ihr Geld in der Hand - sterben sie im Alter sehr früh, ist das Geld bei einer Rentenversicherung oft nach einer Garantiezeit von fünf bis zehn Jahren zum großen Teil verloren - bei Bankauszahlplänen aber profitieren der Partner oder die Erben. Ein weiterer großer Vorteil gegenüber der Versicherung: die niedrigeren Kosten und die damit verbundene, bessere Rendite.

Der entscheidende Nachteil gegenüber der Rentenversicherung allerdings besteht darin, dass die Versicherung den Kunden ein Leben lang die einmal vereinbarte Rente plus die möglichen Überschüsse garantiert - egal, ob sie 2, 20 oder 40 Jahre Rente bekommen. Beim Auszahlplan legen Sparer dagegen vorher fest, wie lange das Geld reichen muss. Werden sie sehr alt, kann es sein, dass ihnen das Geld ausgeht.

Ein weiterer Nachteil des Auszahlplans: Die Steuerbelastung ist höher: Im ungünstigsten Fall zahlen Sparer bei dem Bankauszahlplan pro 100 Euro verdiente Zinsen 25 Euro Steuern zuzüglich Solidaritätszuschlag und Kirchensteuern. Im Schnitt sind das bei 30 Jahren Laufzeit pro Monat rund 50 Euro. Bei der Rentenversicherung werden dagegen rund 20 Euro weniger fällig - allerdings ist die Rente insgesamt auch geringer.

Für die eigene Rente sind langlaufende Auszahlpläne schwer zu erhalten. Viele Banken bieten Auszahlpläne nur für fünf bis zehn Jahre an. Die Lösung: Interessenten binden sich nur für einige Jahre an eine Bank und steigen dann nach Ablauf der Bindungsfrist auf ein anderes Institut um. So umgehen sie das Problem, dass nur wenige Banken Auszahlpläne mit rententauglichen Laufzeiten im Angebot haben.

Auch wenn die Rentenversicherung vor allem bei der lebenslangen Garantie punkten kann, bei der Rendite kann sie den Bankauszahlplan nur schlagen, wenn die Sparer wirklich biblisch alt werden. Im Idealfall mixen Vorsorgesparer beide Varianten: Ein Teil des Vermögens fließt in eine Rentenversicherung, die lebenslang Geld garantiert. Der andere Teil wird so angelegt, dass man aus einem Bankzahlplan eine weitere Rente bekommt. So mixen Sparer Sicherheit und den Schuss besserer Rendite.
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