Aachen - Minijobber erfreuen sich dank Riester-Förderung über mehr Geld im Alter

Minijobber erfreuen sich dank Riester-Förderung über mehr Geld im Alter

Von: Fritz Himmel
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Wer einen Minijob ausübt, ist rentenversicherungspflichtig. Man kann sich von dieser lösen und dadurch Geld sparen, aber etliche Vorteile gehen damit verloren. Foto: Jens Büttner dpa/lmv

Aachen. Wer einen Minijob animmt, ist automatisch rentenversicherungspflichtig. Das eröffnet den Zugang zur Riester-Rente und vielen weiteren Vorteilen.

Im Gegensatz zu früher sind Minijobber heute grundsätzlich rentenversicherungspflichtig. Allerdings besteht die Möglichkeit, die Rentenversicherung abzuwählen. Das bringt zwar ein paar Euro netto mehr im Monat, aber man kann dann zahlreiche Vorteile der Versicherungpflicht nicht mehr nutzen:

So erwerben Sie als Minijobber vollwertige Pflichtbeitragszeiten in der Rentenversicherung. Dies ist wichtig, wenn Sie vorzeitig in Rente gehen wollen. Außerdem erzielen Sie weitere wichtige Ansprüche. Unter anderem auf Leistungen zur medizinischen oder beruflichen Rehabilitation sowie auf Erwerbsminderungsrente (Schutz bei Invalidität).

Ein echter Pluspunkt ist, dass Minijobber Anspruch auf die staatlich geförderte Riester-Rente genießen. Haben Sie als Minijobber keine weiteren Einnahmen, brauchen Sie lediglich 60 Euro im Jahr in einen Riester-Vertrag zu investieren. Im Gegenzug erhalten Sie die jährliche Grundzulage von 154 Euro, sowie für jedes Kind zusätzlich 185 Euro, bzw. für ab 2008 Geborene sogar 300 Euro pro Jahr.

Eine Frau mit einem fünfjährigen Kind profitiert so von jährlich 454 Euro Riester-Zuschuss und hat zusätzlich noch Anspruch auf das volle Leistungsspektrum der gesetzlichen Rentenversicherung.

Weiteres Plus für Verheiratete: Hat der Ehepartner keinen Anspruch auf Riester-Förderung - etwa als Freiberufler oder Selbstständiger - dann eröffnet ihm der Ehegatte als Minijobber die Möglichkeit auf einen Riester-Vertrag. Der Partner ist dann mittelbar zulagenberechtigt und genießt die gleichen staatlichen Förderleistungen.

Bei einem Minijob im gewerblichen Bereich führt der Arbeitgeber pauschal 15 Prozent für die Rentenversicherung ab. Der Minijobber selbst muss aktuell nur 3,7 Prozentpunkte zusteuern, damit insgesamt der volle Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung von 18,7 Prozent erreicht wird. Bei 450 Euro im Monat macht dies 16,65 Euro aus, die dem Minijobber direkt vom Lohn abgezogen werden. Bei einem Minijob mit Einkünften von 200 Euro sind es nur 7,40 Euro im Monat. Exakt diesen Betrag sparen Sie, wenn Sie die Rentenversicherungspflicht abwählen.

Für Minijobber in Privathaushalten gilt das gleiche Prinzip. Sie sind bei einem neuen Vertrag jetzt automatisch versicherungspflichtig in der gesetzlichen Rentenversicherung. Da hier allerdings der Pauschalbeitrag des Arbeitgebers nur bei fünf Prozent liegt, muss der Minijobber 13,7 Prozent dazu zahlen, um auf den vollen Rentenbeitragssatz von 18,7 Prozent und an alle Vorteile zu kommen. Dadurch sind immerhin 61,65 Euro monatlich fällig. Allerdings besteht auch hier die Möglichkeit, sich von der Versicherungspflicht befreien zu lassen.

 

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