Mehr Rente mit Eigentumswohnungen

Von: Tatjana Viaplana
Letzte Aktualisierung:
Miete Mietwohnungen
Immobilien bieten beim Vermögensaufbau viel Potential. Foto: dpa

Aachen. Die Rente mit regelmäßigen Mieteinnahmen aufstocken? Ein verlockendes und erfolgreiches Modell, wenn Käufer einige Regeln beachten.

Rendite trotz Niedrigzins? Immobilien bieten beim Vermögensaufbau viel Potential: Einerseits subventioniert der Staat den Erwerb von Immobilien durch Steuervorteile und andererseits gewähren vermietete Eigentumswohnungen den Aufbau eines inflationssicheren. Das klingt gut, die geplatzten Immobilienblasen der vergangenen Jahre mahnen jedoch zur Vorsicht. Dies sollten Sie bei Ihrer Einstiegsimmobilie beachten:

 

 

Früh einsteigen und Steuern sparen

 

Die Anschaffungskosten einer Wohnung können Sie steuerlich absetzen. Anschließend sollten bis zum Verkauf der Wohnung mindestens zehn Jahre vergehen, erst dann kann der Gewinn ebenfalls steuerfrei kassiert werden. Wer früher verkauft, zahlt Einkommensteuer auf den erzielten Gewinn.

 

Doch Achtung:

Steuervorteile sollten Käuferinnen und Käufer lediglich als Bonus sehen. Denn eine renditestarke Wohnung rechnet sich auch ohne Steuerersparnisse, diese sind eher eine zusätzliche Hilfe. Wenn Ihnen Verkäufer ein Kaufobjekt durch die Vorteile beim Fiskus schmackhaft machen will, ist Misstrauen angebracht.

 

 

 

Die Lage bestimmt den Wert

 

Egal wie schön sie geschnitten und erhalten ist, die Traumwohnung neben der stillgelegten Asbestfabrik werden Sie schwer gewinnbringend verkaufen oder vermieten können. Eine gute Lage entscheidet maßgeblich über den Wert eines Objekts. Gibt es öffentliche Verkehrsmittel und einen Bäcker oder Supermarkt in der Nähe? Können die Kinder in die Schule laufen oder hört man bei offenem Fenster die Autobahn? Wer vor dem Kauf einer Immobilie den Wert der Umgebung außer Acht lässt, muss beim Verkauf oder bei der Vermietung mit hohen Abschlägen rechnen.

 

 

Der Schnitt für den Durchschnitt

 

Ein weiteres wichtiges Kriterium für den Vermögenswert einer Immobilie ist der Schnitt beziehungsweise die Ausstattung. Keine Überraschung: Besonders gut laufen Objekte, die für viele unterschiedliche Menschen interessant sind, wie zum Beispiel Drei-Zimmer Wohnungen mit circa 70 Quadratmetern Wohnfläche. Schauen Sie vor dem Kauf einer Wohnung aber unbedingt auch hinter die Kulissen. Ein Fachmann sollte die Bausubstanz nochmal für Sie begutachten. Und wenn bereits Mieter in der Wohnung oder dem Haus leben, helfen Protokolle der Eigentümerversammlung, mehr über die Zahlungsstärke der Wohnparteien oder über eventuell geplante, teure Sanierungsprojekte zu erfahren.

 

 

Bei der Finanzplanung richtig kalkulieren

 

Bedenken Sie bei Ihrer Finanzplanung, dass neben den Kosten für das Objekt zusätzlich um die zehn Prozent Erwerbsnebenkosten anfallen. Denn Notar, Makler, Grundbuchamt und Grunderwerbssteuer müssen zusätzlich beglichen werden. Wer geschickt verhandelt, kann die Steuerschuld mit dem Verkäufer teilen.

 

 

 

 

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