Mehr netto: Niedrigerer Rentenbeitrag 2013 entlastet Normalverdiener

Von: Hendrik Roggenkamp, dapd
Letzte Aktualisierung:
„Brutto für netto”: So kön
Die meisten Arbeitnehmer haben im kommenden Jahr netto zumindest ein paar Euro mehr auf der Gehaltsabrechnung. Foto: Stock/Imagebroker

Berlin. Die meisten Arbeitnehmer haben im kommenden Jahr netto zumindest ein paar Euro mehr auf der Gehaltsabrechnung: Wenn der Rentenversicherungsbeitrag wie geplant auf 19 Prozent sinkt, müssen Beschäftigte von ihrem Bruttoeinkommen 0,3 Prozentpunkte weniger an die Rentenkasse abführen.

Da gleichzeitig der Beitragssatz zur Pflegeversicherung steigt, bleibt unter dem Strich eine Entlastung um 0,25 Prozentpunkte: Bei einem Monatsbrutto von 2.500 Euro entspricht dies einem „Gewinn” von 6,25 Euro.

Für Besserverdiener fällt die Ersparnis noch geringer aus. Grund ist die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze in der Krankenversicherung. Mussten Versicherte bislang nur Beiträge bis zu einer Gehaltshöhe von 3.825 Euro entrichten, verschiebt sich dieser Wert um gut 100 Euro nach oben.

Wer beispielsweise 3.900 Euro monatlich verdient, zahlt derzeit knapp 314 Euro an die Krankenkasse, ab 1. Januar hingegen fast 320 Euro. Werden die geänderten Beitragssätze in Renten- und Pflegeversicherung berücksichtigt, verringert sich die gesamte Abgabenbelastung für den Beispielarbeitnehmer minimal von derzeit rund 791,60 Euro auf künftig 788,80 Euro.

Am oberen Ende des Gehaltsspektrums sind sogar Einkommenseinbußen zu erwarten, da auch die Beitragsbemessungsgrenze in der Renten- und Arbeitslosenversicherung um 200 Euro auf 5.800 Euro (Westdeutschland) steigt.

Bei einem Monatsbrutto von 5.800 Euro mussten Arbeitnehmer bislang 548,80 Euro an die Rentenversicherung, 84 Euro in die Arbeitslosenversicherung und 313,70 Euro für die Krankenkasse zahlen.

Ab 1. Januar steigen diese Abgaben auf 551 Euro, 87 Euro und 322,90 Euro. Insgesamt klettert die Belastung durch Sozialversicherungsbeiträge damit von knapp 984 Euro monatlich auf gut 1.001 Euro.

Arbeitnehmer, die wegen der steigenden Abgaben eine - möglicherweise - günstigere private Krankenversicherung abschließen wollen, müssen ab 1. Januar 2013 ebenfalls höhere Hürden überwinden: Die sogenannte Jahresarbeitsentgeltgrenze, die Versicherte für den Wechsel in die Private mindestens erreichen müssen, steigt zum Jahreswechsel um 1.350 Euro auf dann 52.200 Euro.

Die von der Bundesregierung verabschiedeten Sozialversicherungsgrößen sind auf der Webseite des Bundesarbeitsministeriums abrufbar (http://url.dapd.de/NCzAlX ). Für individuelle Gehaltsberechnungen ist der Online-Rechner von Norbert Heydorn (www.n-heydorn.de/gehaltsrechner.html ) zu empfehlen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert