Lotto: vom wahren Glück, (k)ein Lottomillionär zu sein

Von: rd
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Lotto
Matthew Anderson Flickr / CC BY-SA 2.0

Berlin. Es ist der Traum vieler: einmal den Lottojackpot knacken und auf einen Schlag steinreich sein. Genau dieses Glück durfte erst kürzlich ein Spieler aus Baden-Württemberg erfahren. Er hat im Eurojackpot nicht nur 5 Richtige plus die entsprechenden zwei Zusatzzahlen getippt, sondern auch noch einen neuen Rekord aufgestellt.

Die 90 Millionen Euro sind die bis dato höchste Gewinnsumme, die jemals in Deutschland an einen Lottogewinner ausgezahlt wurde. Ein hoher Lottogewinn per se bringt jedoch nicht in allen Fällen das erhoffte Glück. Vielmehr kommt es darauf an, für was man das Geld verwendet.

Vom Pech verfolgt

Lotterien wie die Euromillions blicken auf eine über 20-jährige Geschichte zurück und haben in all den Jahren sowohl für Jubelschreie als auch für enttäuschte Gesichter gesorgt. Doch selbst bei den Gewinnern war das Glück manchmal nur von kurzer Dauer: Es gibt nicht wenige Geschichten von Lottogewinnern, die ihre Millionen innerhalb weniger Jahre aufgrund eines ausschweifenden Lebensstils verloren haben.

So investierte der 19 Jahre Jonathan Vargas im Jahr 2008 seine 35 Millionen Gewinn aus dem Powerball-Jackpot in ein eigenes Wrestling-Unternehmen, in dem vor allem Frauen gegeneinander kämpfen mussten. Mittlerweile ist er pleite. Doch nicht nur Fehlinvestitionen haben Lottospieler in der Vergangenheit in den Ruin getrieben.

Oft ist es ein Zusammenspiel vieler verschiedener Faktoren, die einige Lottogewinner ins Pech treiben und sogar ganze Familien zerrissen haben. Der Sohn der Amerikanerin Etta May Urquhart zum Beispiel sollte den Lottoschein seiner Mutter in der Tippfiliale abgeben. Stattdessen riss er das Geld an sich und beide landeten vor Gericht.

Der deutsche "Lotto-Lothar", der in den 90er-Jahren mit einer eigenen BILD-Kolumne berühmt wurde, führte nach seinem Gewinn ein Leben im Jetset und vergnügte sich mit mehreren Liebschaften – einer vererbte er sein verbliebenes Vermögen. Nach seinem Tod kam es dann zu Streitereien zwischen der Dame und Lothars Witwe. Die meisten Gewinner jedoch bleiben anonym.

Und genau dazu rät auch der Lotto-Berater Klaus Sattler: Je weniger Personen davon erfahren, desto besser. Ansonsten passiert es schneller als man denkt, dass sich plötzlich alte Schulfreunde oder verstrittene Familienangehörige ankündigen und nach Geld fragen.

Sattler plädiert dazu, sich den Gedanken an Ferrari, Villa und Co. für den Anfang erst einmal aus dem Kopf zu schlagen und stattdessen etwaige notwendige Anschaffungen zu besorgen. Dann kann man immer noch überlegen, in was man den Lottogewinn wirklich investieren möchte.

„Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“

Experten in Sachen Glücksforschung stellen fest, dass nicht das Geld an sich glücklich macht – zumindest nicht dauerhaft. Das Glücksgefühl stellt sich meist nur dann kurzfristig ein, wenn man eine Anschaffung tätigt. Schnell verblasst jedoch die Freude, und Gewinner gewöhnen sich in der Regel meist schnell daran, dass Millionen auf dem Konto liegen.

Was hingegen wirklich zum Glück verhilft, ist andere mit seinem Lottogewinn zu bereichern oder es sinnvoll zu nutzen und zum Beispiel in die eigene kleine Firma zu stecken. Im Gegensatz zu den oben genannten Beispielen hat Tom Christ also alles richtig gemacht. Der 60-jährige Kanadier gewann im Jahr 2013 rund 28 Millionen Euro. und spendete das gesamte Geld an einen Krebsverband.

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