Lkw-Fahrerin kann auf ihren früheren Beruf verwiesen werden

Von: ddp
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Saarbrücken. Die Verweisung einer berufsunfähig gewordenen Lkw-Fahrerin auf ihre frühere Arbeit als Verwaltungsangestellte ist auch dann zulässig, wenn sie nicht über PC-Kenntnisse verfügt und daher eine mehrmonatige Einarbeitungszeit benötigt. Das hat das Oberlandesgericht Saarbrücken (AZ: 5 U 124/07-11) entschieden.

Zwar war die Frau schon lange aus dem Verwaltungsleben ausgeschieden, allerdings sahen die Richter das nicht als Hindernis an. Sie begründeten dies damit, dass ein Sachverständiger vor Gericht erklärt hatte, dass bei Stellenbesetzungen auch Rückkehrer gute Chancen hätten.

Ermittlungen bei drei Arbeitgebern hatten zudem ergeben, dass grundsätzlich gelernte Verwaltungsfachangestellte auch bei einer über zehnjährigen Abwesenheit eine Chance haben, wieder eingestellt zu werden. Dabei sei die Einarbeitungszeit auch so kurz, dass auch das einer Verweisung nicht im Wege stünde.

Selbst die mögliche Einkommenseinbuße von unter zehn Prozent wollten die Richter als akzeptabel ansehen, sodass die Frau die vereinbarte Berufsunfähigkeitsrente nicht bekommen hat.
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