Limits erhöhen die Sicherheit

Von: Max Geißler
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Limits stellen sicher, dass eine Aktie weder zu teuer gekauft, noch zu billig verkauft wird. Doch es bestehen Unterschiede zwischen den sogenannten Ordertypen. Welche das sind, erfahren Sie hier:

Limit-Orde

Mit einer Limit-Order wird vorher ein Kurs festgelegt, der für einen bestimmten Zeitraum gilt. Gibt man etwa ein Limit von 20,10 Euro in die Ordermaske ein, wird die Aktie maximal zu diesem Preis gekauft. Liegt der Kurs aktuell darüber, wartet der Computer oder Aktienhändler ab, bis der Preis wieder unter die Marke gefallen ist und kauft dann. Allerdings kann es passieren, dass sich die Aktie gerade im Aufwind befindet, dann wird aus dem Kauf so schnell nichts. In diesem Fall sollten Sie das Limit erweitern oder die Order auf "Ultimo" setzen. Bei Ultimo gilt der Kaufauftrag bis Monatsende. Dies verschafft Spielraum für mögliche Kursrückgänge, zu denen die Aktie dann zum anvisierten Preis gekauft werden kann.

Stop-Buy-Order

Ein Spezialfall ist die sogenannte Stop-Buy-Order. Hier wird der Aktienkauf erst ausgelöst, wenn der Kurs des Wertpapiers auf ein vorher festgelegtes Limit steigt. Nach Erreichen der Marke wird die Order dann zum unlimitierten Auftrag, das heißt, der Fonds oder die Aktie wird zu jedem verfügbaren Preis gekauft. Stop-Buy-Orders sind sinnvoll, wenn Sie warten möchten, bis das Wertpapier eine wichtige charttechnische Marke überschritten hat und damit anzeigt, dass es mit dem Kurs weiter bergauf geht.

Stops als Grenzmarken für Verkäufe

Mit sogenannten Stops lassen sich größere Kapitalverluste verhindern. Während längerer Abwesenheit, zum Beispiel bei Urlaubs- oder Geschäftsreisen, sichern Aktiensparer ihre Depotgewinne am besten mit einer Stop-Loss-Order ab. Dabei wird für jedes Börsenpapier eine Wertgrenze unterhalb des aktuellen Kurses festgelegt, bei deren Unterschreiten das Papier automatisch verkauft wird. Bei unverhofften, starken Kurseinbrüchen sichert der rasche Verkauf vorhandene Gewinne. Die Stop-Marke sollte sich an der Schwankungsintensität der Aktie orientieren. Als Faustregel gilt: Bei Substanzwerten, die nur gering schwanken, setzt man die Verkaufsschwelle etwa zehn bis 15 Prozent unter dem aktuellen Kurs an, bei stark schwankenden Papieren 20 bis 25 Prozent.

Keine glatten Beträge

Die meisten Anleger setzen Stop-Loss-Orders bei 40, 50 oder 80 Euro an. Dieser Herdentrieb verursacht bei Kurseinbrüchen eine Vielzahl automatischer Verkaufsaufträge und löst regelrechte Kursstürze aus. Da die Aktie oder die Fondsanteile dann unlimitiert verkauft werden, drohen herbe Verluste. Bevorzugen Sie besser Limits mit krummen Zahlen, etwa 40,22 Euro oder 50,34 Euro. Das erhöht die Aussicht auf einen Verkauf zum anvisierten Limit.

Beweglicher Stop

Eine Stop-Loss-Order ist ein fixer Verkaufsauftrag. Nachteil: Steigen die Kurse während der Laufzeit des Limits an, werden neu hinzugekommene Gewinne nicht erfasst, es bleibt bei der einmal festgelegten Verkaufsschwelle. Gewinnträchtiger sind sogenannte Trailing-Stops, wie sie etwa Comdirect und ING-Diba anbieten. Dabei wird das gewählte Stop-Loss-Limit automatisch der Wertentwicklung der Aktie angepasst.

Geldanlage-Vergleich: Diese Zinsen gibt es derzeit bei Tagesgeld, Festgeld und Sparbriefen.

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