Schleswig - Kunde hat Pech bei Vollmachtmissbrauch des Vertreters

Kunde hat Pech bei Vollmachtmissbrauch des Vertreters

Von: ddp
Letzte Aktualisierung:

Schleswig. Zu der Einschätzung, keinem Versicherungsvertreter zu trauen, verleitet die Entscheidung des Oberlandesgerichts Schleswig (AZ: 16 U 14/09).

In dem vorliegenden Fall hatte ein Antragsteller für eine Berufsunfähigkeitsversicherung dem Versicherungsagenten mitgeteilt, dass er kürzlich einen Sportunfall mit einer operativ behandelten Verletzung des rechten Knies gehabt hatte und weiterhin an Beschwerden litt.

Obwohl im Antrag nach Krankheiten und Beschwerden der Knochen und Gelenke sowie nach erlittenen Unfällen in den letzten fünf Jahren gefragt worden war, hatte der Vertreter offensichtlich geraten, die Verletzung nicht anzugeben, da ansonsten eine Ablehnung drohen oder Risikozuschläge fällig werden würden.

Pech für den Antragsteller, dass die Richter hier einen Vollmachtsmissbrauch des Vertreters annahmen, sodass sein zurückgehaltenes Wissen der Versicherung nicht zugerechnet werden konnte. Damit durfte die Versicherung sich vom Vertrag lösen und musste die vereinbarte Rente nicht zahlen.
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