Kreditkarten mit Guthabenzinsen

Von: Max Geißler
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Aachen. Es muss nicht immer Tagesgeld sein. Auch manche Kreditkarte bietet attraktive Guthabenzinsen bei hoher Flexibilität. Gebührenfreie Karten lohnen sich besonders.

Viele Sparer suchen nach attraktiven Zinsangeboten, möchten ihr Geld aber nicht langfristig binden. Hier lohnt der Blick auf die Vergütung von Kreditkarten-Guthaben. Bis zu 1,5 Prozent Zinsen sind derzeit drin -; mehr als bei vielen Tagesgeldkonten. Allerdings sollte man die Kosten im Blick halten. Denn während Tagesgeldkonten in der Regel gebührenfrei sind, berechnet manche Kreditkarte eine Jahrespauschale. Außerdem sind die Kreditzinsen ein gewichtiger Kostenfaktor, falls das Kartenguthaben aufgebraucht ist. Welche Karten lohnen sich besonders?

Kreditkarte mit Topzins

Die britische Barclays Bank vergütet gleich mehrere ihrer Kreditkarten mit dem Topzins von 1,5 Prozent, so etwa die Green Card, CardNmore und die Plus Card. Die Gebühren sind jedoch sehr unterschiedlich: Während die CardNmore Kreditkarte keine Jahrespauschale berechnet, kostet die Barclayscard Plus ab dem ersten Jahr 29 Euro, die Green Card erhebt ab dem zweiten Jahr 19 Euro. Die Gebühr der Green Card sinkt allerdings ab einem Jahresumsatz von 1.200 Euro auf null. Achtung: Die anfallenden Effektivzinsen der Plus Card sind mit 18,74 recht üppig.

Tipp: Barclays bietet auch eine Kreditkarte für Studenten mit 1,5 Prozent Guthabenzins. Die Karte ist im ersten Jahr beitragsfrei und kostet danach moderate zwölf Euro.

Verzinste Kreditkarte zum Nulltarif

Eine der besten Kreditkarten kommt von der DKB Bank. Die DKB-Visa-Card ist nicht nur gebührenfrei und ermöglicht weltweit kostenloses Geldabheben an Automaten, sie zahlt zusätzlich 1,3 Prozent Guthabenzins. Kreditkartennutzer erhalten außerdem wertvolle Prämienpunkte, die bis zu 17 Prozent Rabatt bei Internet-Einkäufen oder zehn Rabatt bei Restaurantbesuchen ermöglichen. Positiv: Die fälligen Sollzinsen von 7,9 Prozent gehören zu den niedrigsten bundesweit. Die Kreditkare setzt die Nutzung des Girokontos voraus, das aber ohne Wenn und Aber gebührenfrei ist.

Kreditkarte mit Prämien-Option

Interessant für Vielnutzer sind die Kreditkarten von Audi- und Volkswagen Bank direct. Beide Institute vergüten nicht nur Guthaben auf dem Visacard-Konto mit 1,1 Prozent Zinsen, wenn das Konto online geführt wird (sonst gibt es 1,0 Prozent), sondern zahlen zusätzlich bis zu zwölf Euro pro Jahr an Prämie bei hohen Kartenumsätzen. Die Gutschrift erfolgt allerdings erst ab einem Jahresumsatz von 12.000 Euro. Darunterliegende Umsätze mindern abhängig von ihrer Höhe die Jahrespauschale von 33 Euro. Erreicht der Umsatz zum Beispiel 8.000 Euro, kostet die Kreditkarte nur noch drei Euro im Jahr. Positiv: In Verbindung mit dem Girokonto von Audi- oder VW-Bank fallen weltweit keine Bargeldabhebungsgebühren an. Außerhalb der Eurozone wird lediglich eine geringe Gebühr von 1,75 Prozent des Umsatzes erhoben. Die Bargeldversorgung funktioniert auch an rund 1.300 Shell-Tankstellen in Deutschland.

Kreditkarte mit Tagesgeldbonus

Die Netbank offeriert eine Mastercard, die auf dem angeschlossenen Girokonto 0,5 Prozent Guthabenzinsen zahlt. Wird Geld zum automatisch eröffneten Tagesgeldkonto überweisen, schreibt die Bank 0,75 Prozent Zinsen gut. Im ersten Jahr ist die Kreditkarte gebührenfrei ist, wenn auf dem Girokonto monatlich beliebig viel Geld eingeht. Außer Mieteinkünfte akzeptiert die Netbank alle Einkunftsarten. Ab dem zweiten Jahr kostet die Karte 20 Euro, wenn die Umsätze geringer sind als 2.000 Euro. Steigt der Umsatz über 4.000 Euro entfällt die Jahrespauschale. Positiv: Die Mastercard erlaubt fünfmal im Monat weltweit kostenloses Bargeldziehen. Die Sollzinsen gehören mit 8,25 Prozent zu den niedrigsten bundesweit.

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