Keine Leistung für Familienmitglieder aus Tierhalterhaftung

Von: ddp
Letzte Aktualisierung:

Jena. Wird eine Frau von dem in ihrer Großfamilie gehaltenen Schäferhund gebissen, hat sie keinen Anspruch auf Tierhalterhaftung.

Denn bei einem derartigen Familientier gelten alle an seiner Haltung Beteiligten als „Mithalter”. Und als Familienmitglieder ist ausdrücklich jeglicher Schadensersatzanspruch aus der gesetzlichen Tierhalterhaftung ausgeschlossen, wie das Thüringer Oberlandesgericht (AZ: 4 U 420/09) entschieden hat.

Gebissen wurde in dem Fall ein Familienmitglied, das nur wenig Umgang mit dem Tier hatte, als es den Hund aus einer verfangenen Kette befreien wollte.

Zwar gab die Frau an, sie habe sich weder um das Tier gekümmert noch die Kosten für seinen Unterhalt getragen, doch ließ das die Richter nicht daran zweifeln, dass sie rechtlich als Familienmitglied Mithalter des Tieres war. In der Folge war der Versicherungsschutz ausgeschlossen.
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