Stuttgart - Kaum abgestellt, schon weg: So schützt man sein Rad vor Langfingern

Kaum abgestellt, schon weg: So schützt man sein Rad vor Langfingern

Von: ddp
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Stuttgart. Mit den ersten warmen Tagen beginnt die Radfahr-Saison und damit auch jene der Fahrraddiebe. Die Polizeiliche Kriminalstatistik des Jahres 2007 weist 372.045 Fälle von Fahrraddiebstahl aus (2006: 368.308 Fälle). Erstmals seit drei Jahren war damit wieder ein Anstieg zu verzeichnen.

Deshalb ist es besonders wichtig, das Rad richtig abzusichern. Wer es ungesichert aus den Augen lässt, wird schnell Opfer gewiefter Diebe.

Geknackte Schlösser, durchgekniffene Ketten: Besonders auf großen Abstellplätzen, an Bahnhöfen, Bädern oder Sport- und Freizeitstätten treiben Fahrraddiebe ihr Unwesen. Die Chancen, ein gestohlenes Rad wiederzusehen, sind eher gering. Nur jeder zehnte Fahrraddiebstahl kann aufgeklärt werden, sagt die Polizeistatistik.

„Die Ermittlungs- und Fahndungsarbeit der Polizei ist aufwändig - und leider auch deshalb nicht immer von Erfolg gekrönt, weil die Besitzer von sichergestellten Fahrrädern nicht ausfindig gemacht werden können. Häufig, weil die Geschädigten der Polizei keine individuellen Daten zum entwendeten Fahrrad für die Fahndung bereitstellen können”, schildert Kriminalrat Harald Schmidt von der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes in Stuttgart seine Erfahrungen.

Die Polizei-Profis haben einige Tipps parat, um Dieben ein Schnippchen zu schlagen und - falls Langfinger doch zugelangt haben - später den entwendeten Drahtesel wiederzubekommen. So sollte man Rad und Rahmen des Fahrrads stets an einem festen Gegenstand anschließen. Das gelte auch in Fahrradabstellräumen, betonen die polizeilichen Fachleute. Geeignet sind ausschließlich besonders massive Stahlketten, Bügel- oder Panzerkabelschlösser. Alles andere ist für einen Dieb eine Lachnummer.

Der Fahrradpass sollte sorgfältig ausgefüllt und bei den persönlichen Unterlagen aufbewahrt werden. Dieser Eigentumsnachweis mit eingetragener Rahmennummer hilft, gestohlene Räder zweifelsfrei zu identifizieren, den Täter zu überführen und den rechtmäßigen Eigentümer ausfindig zu machen.

Hilfreich ist auch dies: „Bringen Sie gut sichtbar den Aufkleber Finger weg - Mein Rad ist codiert! an”, empfiehlt die Polizei. Dies schreckt mögliche Fahrraddiebe ab, indem es signalisiert: Der Eigentümer hat für eine polizeiliche Sachfahndung vorgesorgt. „Lassen Sie Ihr Fahrrad von Fachleuten codieren oder auf andere Weise dauerhaft individuell kennzeichnen”, rät auch Kriminalrat Harald Schmidt.

„Am besten eignet sich dazu eine eingravierte Nummer, die nur schwer entfernt und notfalls auch mit Hilfe der Kriminaltechnik wieder sichtbar gemacht werden kann.” Der alphanumerische Code mit chiffrierten Informationen zum Besitzer kann von vielen Fundämtern und den Polizeidienststellen decodiert werden.
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