Kalter Winter: Mieter müssen mit höheren Nebenkosten rechnen

Von: Johanna Uchtmann, dpa
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Ein paar Grad weniger helfen nicht allein: Auch der Energielieferant gehört beim Sparen auf den Prüfstand. Foto: dpa

Hamburg. Mieter müssen wegen des bisher sehr kalten Winters in diesem Jahr mit höheren Nebenkosten rechnen. Er gehe von einem rund 15 Prozent höheren Energieverbrauch aus, sagte Siegmund Chychla vom Mieterverein Hamburg am Donnerstag dem dpa-Themendienst.

Mieter, deren Wohnungen mit Erdgas beheizt werden, kämen dabei grundsätzlich noch am günstigsten davon. Fernwärme hingegen müsse längere Entfernungen zurücklegen und sei daher teurer. Am meisten bezahlten Mieter mit Ölheizung im Haus, erläuterte Chychla.

Auch verlassene Wohnungen ein wenig heizen

Durch weniger Heizen die Energiekosten niedrig halten zu wollen, hält Chychla allerdings für keine gute Idee: Wenn Leitungen in der ungeheizten Wohnung platzen, während der Mieter zum Beispiel im Skiurlaub ist, muss er die Reparatur selber bezahlen. Und das kann teuer werden. Bewohner sollten daher im Winter auch eine vorübergehend verlassene Wohnung immer auf niedriger Stufe heizen.

Auch die Kosten für das Schneeräumen steigen in besonders strengen Wintern. Viele Mieter müssen sich darüber aber keine Sorgen machen: In der Regel habe der Vermieter mit einer Räumfirma schon im Vorhinein einen Vertrag geschlossen und bezahle unabhängig vom Räumaufwand eine Pauschale. Schließlich trage der Mieter auch in schneefreien Wintern die Räumkosten mit. Auch wenn die Feuerwehr anrücken muss, um Dachlawinen oder Eiszapfen an Regenrinnen abzutragen, dürfe das den Mieter nichts extra kosten: Die rund 200 Euro pro Einsatz habe der Vermieter zu tragen, sagte Chychla.

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