Ist Ihr Babysitter überhaupt versichert?

Von: Eva-Maria Krüger
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Einen guten Babysitter finden Eltern nicht an jeder Ecke. Auf der Suche sollten Familien allerdings auch das Thema Versicherung nicht außen vor lassen.

Wer schon einmal auf fremde Kinder aufgepasst hat, weiß, dass das kein Kinderspiel ist. Ein Babysitter muss auf den Nachwuchs eingehen, ihn beruhigen, wickeln und einiges mehr. Eine Aufgabe also, die von vielen unterschätzt wird.

Im Internet können Eltern auf Plattformen wie babysitter.de oder kinderfee.de ihre potentiellen Kinderbetreuer sondieren. Die Hürden für Inserate sind jedoch niedrig. So prüfen beispielsweise die Macher von kinderfee.de lediglich das Alter und die Adresse der Bewerber. Volljährige dürfen gegen Kopie des Personalausweises ein Profil anlegen. Einen anderen Weg schlagen indes Babysitter-Agenturen ein, die es in etlichen Regionen gibt. In aller Regel führen sie Vorstellungsgespräche durch und prüfen die Qualifikation. Große Agenturen -; etwa Mary Poppins -; verlangen häufig ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis. Von Anfängern verlangen sie meist einen Kurs, in dem sie in Bereichen wie Pflege und erste Hilfe geschult werden.

Der richtige Versicherungsschutz

Ganz egal, wie Sie sich entscheiden, wichtig ist, dass der Babysitter eine private Haftpflichtversicherung hat, die diese Tätigkeit miteinschließt. Diese Versicherung leistet, wenn im elterlichen Haushalt etwas zu Bruch geht oder dem Kind etwas wegen des Babysitters zustößt. Da die Betreuung im Auftrag und gegen Entgelt geschieht, muss der Versicherungsschutz in der Regel erweitert werden. Schon für 15 Euro extra im Jahr ist man hier dabei.

Da sich Kinder jedoch nicht nur dann verletzen können, wenn der Babysitter Aufsicht hat, sollten Eltern auch den Abschluss einer Kinderunfallversicherung in Betracht ziehen. Die gesetzliche Unfallversicherung deckt nur Vorkommnisse in der Schule und auf dem Weg dorthin ab. Das ist aber nicht genug. Die meisten schwerwiegenden Verletzungen geschehen in der Freizeit oder daheim. Außerdem sieht der gesetzliche Versicherungsschutz eine sehr geringe Rentenzahlung vor.

Schäden, die der Babysitter bei Dritten verursacht, kann auch die Haftpflicht der Eltern mitabdecken. Der Babysitter hat es versäumt, das Spielzeug vom Treppenhaus aufzuräumen und die Nachbarin stürzt. In einem solchen Beispielfall greift die Haftpflichtversicherung der Eltern. Familien sollten darauf achten, ob ihre Police auch Personen einschließt, die im Haushalt beschäftigt sind. In der Regel ist das aber der Fall. Wer ein Au-Pair oder einen Austauschschüler versichern möchte, sollte die Police entsprechend erweitern.

Achtung: Der Babysitter muss bei der gesetzlichen Unfallversicherung erfasst werden. Verdient er 400 Euro oder weniger, ist eine Meldung durch den Auftraggeber bei der Minijob-Zentrale unerlässlich. Diese zieht ihrerseits die Beiträge zu Unfallversicherung automatisch ein. Die Beitragshöhe pendelt zwischen 20 und 40 Euro im Jahr und hängt von der zuständigen Unfallkasse ab.

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