Ist eine Handy-Versicherung sinnvoll?

Von: Caroline Benzel
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Aachen. Mobiltelefone leben gefährlich. Schnell ist es passiert, dass sie zu Bruch gehen oder durch Wasser beschädigt werden. Was taugt die Handy-Versicherung?

Für die Versicherungen lohnt sich das Geschäft allemal. Denn laut Branchenverband Bitkom wurden in Deutschland 2013 etwa 26 Millionen Smartphones verkauft. Fakt ist aber auch: Die Reparatur eines Smartphones ist -; sofern sie überhaupt möglich ist -; teuer. Dabei greift gerade bei Smartphones oft keine Gewährleistung. Wer sein Gerät aus dem zweiten Stock fallen lässt oder es mit Kaffee begießt, kann nicht auf eine Gratis-Reparatur hoffen. Hier kommen die Versicherungen ins Spiel -; zumindest theoretisch. Denn auch hier gibt es Ausnahmen.

Ermessenssache

Einige Netzbetreiber wie Mobilcom Debitel bieten Kunden bereits beim Kauf ein Versicherungspaket an. Aber auch im Internet stoßen Verbraucher auf Versicherungsangebote. Vorsicht: Die meisten Versicherungen sind teuer, leisten aber relativ wenig. Vor Vertragsabschluss lohnt sich also der Blick ins Kleingedruckte. Die meisten Anbieter leisten zwar bei Wasserschäden, Schäden durch Witterungseinflüsse sind aber in der Regel ausgeschlossen. Sprich: In strömenden Regen zu telefonieren, bleibt auch mit Handy-Versicherung eine schlechte Idee. Ebenso wenig inbegriffen sind vorsätzlich oder grob fahrlässig herbeigeführte Schäden. Hier gibt es jedoch reichlich Raum für Interpretationen.

Was im Schadensfall zu tun ist

Der richtige Umgang mit der Handy-Versicherung will gelernt sein. Schäden müssen sofort bei der Versicherung angezeigt werden. Bei Diebstahl muss sich der Bestohlene außerdem an die Polizei wenden und eine Anzeige aufgeben. Auch den Kaufbeleg sollte man zur Hand haben, um Ansprüche geltend zu machen. Und: Wenn eine andere Versicherung leistungsverpflichtet wäre, greift die Handy-Versicherung nicht. Wenn der Freund das Handy kaputt gemacht hat, springt seine Haftpflichtversicherung ein. Bei Diebstahl ist die Hausratversicherung zu verständigen.

Eine unnötige Versicherung

Letzen Endes muss jeder selbst für sich entscheiden, ob ein Versicherungsschutz für ihn nötig ist. Eine Option wäre auch, sich die Versicherung zu sparen und das Geld anzulegen. So haben Sie im Schadensfall auch Geld, um die Rechnung zu begleichen.

Beispiel Assona: Die Versicherung lässt sich bis zu drei Monate nach dem Erwerb abschließen. Kostet das Smartphone zwischen 350 und 1.200 Euro, so müssen Sie für den Tarif My Protect Plus zwei Jahre lang monatlich acht Euro, also insgesamt 192 Euro aufbringen. Die abgespeckte Variante My Protect schlägt mit sechs Euro im Monat zu Buche - in zwei Jahren sind das 144 Euro. Trotz des stolzen Preises ist die Ausschlussliste lang. Die Leistung bleibt bei Abhandenkommen, Liegenlassen, Vergessen, Verlieren und Abnutzung aus. Gleiches gilt für Witterungseinflüsse oder unsachgemäße Eingriffe. Eigentümer teurer Smartphones sollten pfleglich mit ihrem Gerät umgehen. Dann können sie sich eine solche Versicherung getrost sparen. Schutzhüllen, Bildschirmschutz und Sorgfalt bringen mehr als jeder Versicherungsschutz.

Geldanlage-Vergleich: Diese Zinsen gibt es derzeit bei Tagesgeld, Festgeld und Sparbriefen.

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