Immobilienkauf lohnt sich nicht? Eben doch!

Von: Max Geißler
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Die Hälfte aller Immobilienbesitzer würden sich momentan aus Angst vor hoher Verschuldung und hohem Preis keine Immobilie kaufen. Warum das zu kurz gedacht ist, verraten wir Ihnen hier.

Durch niedrige Kreditzinsen und steigende Mietpreise erscheinen Immobilien als sichere Geldanlage. Nichtsdestotrotz schätzen nicht alle Eigentümer die Marktlage positiv ein. Nach einer Befragung des Immobilienportals Immonet geben 66 Prozent an, dass sie zum jetzigen Zeitpunkt keine Immobilie kaufen würden.

Die Gründe dafür sind unterschiedlich: Knapp 40 Prozent sind der Meinung, dass Immobilien zu teuer sind, 35 Prozent haben Angst vor einer hohen Verschuldung. Vor hohen Renovierungs- und Modernisierungskosten schrecken rund 16 Prozent zurück und zwölf Prozent bezweifeln signifikante Wertsteigerungsaussichten in den kommenden Jahren einfahren zu können.

Eine Immobilie zu vermieten, lohnt sich

Angesichts der bundesweiten Preisentwicklung zeigt sich, dass eine Immobilie als Kapitalanlage immer noch attraktiv ist. Vor allem in Städten ist ein rascher Anstieg der Mietpreise in den vergangen Jahren zu verzeichnen und der aktuelle Zuzug von Migranten dürfte diesen Trend eher noch verstärken. So schossen zum Beispiel die Mieten in Berlin innerhalb von fünf Jahren um über 50 Prozent nach oben, in Wolfsburg um über 40 Prozent, in Ingolstadt, Kassel sowie München um rund 30 Prozent.

Wer also vor wenigen Jahren eine Immobilie zur Kapitalanlage erworben hat, wird in vielen Fällen von Mietsteigerungen profitiert haben. Potentielle Immobilienkäufer sollten allerdings genau nachrechnen. Denn nur wenn sich die Rendite der Immobilie nach Abzug aller Kosten, Investitionen und Rücklagen rechnet, lohnt die Kapitalanlage.

Als Faustregel:

Die jährliche Kaltmiete mal 100 geteilt durch den Kaufpreis. Beträgt das Ergebnis mindestens vier Prozent, lohnt sich der Immobilienkauf.

Selbstgenutzte Immobilie mit Wertsteigerung

Doch nicht nur vermietete Immobilien lohnen als Geldanlage. Auch die Immobilie zur Eigennutzung zeichnet sich durch konstante Wertsteigerung aus. In fast allen Regionen Deutschlands haben Immobilien in den letzten Jahren stark an Wert gewonnen, das gilt vor allem für Großstädte. Beispiel München: In der bayerischen Landeshauptstadt verdoppelten sich seit 2011 die Preise für kleine Wohnungen mit rund 30 Quadratmetern Grundfläche, große Eigentumswohnungen um die 100 Quadratmeter legten um etwa zwei Drittel zu.

Das gleiche Bild bietet sich bei Häusern, denn die Preise stiegen durchschnittlich um rund zwei Drittel in den vergangenen vier Jahren. In Köln erhöhten sich die Preise für Eigentumswohnungen im Jahr 2013 um 20 bis 25 Prozent. Reihenhäuser und kleinere Einfamilienhäuser verteuern sich seit 2012 ebenfalls sprunghaft. Auch abseits der Metropolen können Eigentümer Wertsteigerungen registrieren. Beispielsweise in Flensburg gingen die Preise für mittlere Einfamilienhäuser extrem nach oben. Im Jahr 2013 stiegen die Quadratmeterpreise von gut 1.300 Euro auf rund 2.000 Euro.

Konditionen langfristig festschreiben

Falls Sie sich für eine eigene Immobilie interessieren, sollten Sie die günstigen Konditionen nutzen und die Baufinanzierung langfristig festschreiben. Baudarlehen mit einer zwanzigjährigen Laufzeit sind schon ab 1,6 Prozent Zinsen zu haben, wie etwa bei Allianz, 1822 direkt und Huk-Coburg. Vor vier Jahren kosteten solche Darlehen noch gut vier Prozent Zinsen. Im Vergleich dazu, sparen Sie sich bei einem heutigen Darlehen von über 250.000 Euro rund 500 Euro im Monat.

Baugeld-Vergleich: Verschaffen Sie sich einen Überblick über die aktuellen Baugeldkonditionen überregionaler und regionaler Anbieter.

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