Aachen - Immobilieneigentümer leben auf großem Fuß

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Immobilieneigentümer leben auf großem Fuß

Von: Max Geißler
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Besitzer einer Immobilie können sich ausbreiten, zumindest im Vergleich zu Mietern, die sich zumeist mit einer geringeren Wohnfläche begnügen. Günstige Bauzinsen geben Eigenheimern Rückenwind.

Immobilienbesitzer haben deutlich mehr Platz zum Wohnen als Mieter. Das belegt eine Auswertung des Statistischen Bundesamtes. Der durchschnittliche deutsche Eigentümer einer selbstgenutzten Immobilie lebt auf 118 Quadratmetern, Mietwohnungen fallen im Schnitt rund 47 Quadratmeter kleiner aus. Mieter haben damit pro Person 38 Quadratmeter, wohingegen bei Haushalten mit Wohneigentum sich jede Person auf 47 Quadratmetern zurückziehen kann. Prozentual ausgedrückt haben Eigentümer einen um 25 Prozent größeren Wohnraum.

Doch das Gefälle beim Wohnraum ist nicht nur eine Frage der Eigentumsverhältnisse, auch regional gibt es erhebliche Unterschiede. Die größte Wohnfläche haben die Einwohner von Rheinland-Pfalz und des Saarlands. In den beiden Bundesländern leben Haushalte auf durchschnittlich 104 Quadratmeter. Auf den Fersen folgen mit 102 Quadratmeter die Niedersachen. Bei den Berlinern geht es wesentlich enger zu: Die Hauptstädter leben statistisch auf knapp 73 Quadratmetern.

Niedrigzins erleichtert die Finanzierung

Großzügiges Wohnen im Eigenheim ist für immer mehr Bürger möglich. Laut einer Untersuchung des Berliner Forschungsinstituts empirica können sich, mit Ausnahme der südlichen Bundesländer und Hamburg, rund drei Viertel aller Haushalte eine ortsübliche Bestandsimmobilie leisten. Die Verantwortlichen der Studie ermittelten im Auftrag der Landesbausparkassen, dass der Eigenheimerwerb immer dann möglich ist, wenn Haushalte ein Eigenkapital von mindestens einem Jahresnettoeinkommen besitzen und die Darlehensbelastung 35 Prozent des Haushaltseinkommens nicht übersteigt.

Wegen der niedrigen Bauzinsen ist die Belastung oft noch geringer. Baukredite mit 15-jähriger Laufzeit gibt es heute bereits für weniger als zweieinhalb Prozent Zinsen. Ein Beispiel: Eine Familie verfügt über ein Jahresnettoeinkommen von 40.000 Euro. Sie erwirbt für 300.000 Euro ein Reihenhaus, wofür sie 260.000 Euro zu 2,48 Prozent Effektivzins bei der Allianz aufnimmt. Bei einer Anfangstilgung von zwei Prozent wird die Familienkasse mit monatlichen 964 Euro belastet. Das ist also weniger als 30 Prozent des monatlich verfügbaren Einkommens. Die Niedrigzinsphase macht den Sprung in die eigenen vier Wände für viele Menschen möglich, sagt Joachim Klein von der Landesbausparkasse Bayern. Es sei allerdings unerlässlich, dass ausreichend Einkommen und ein gewisses Eigenkapital zur Verfügung steht und die günstigen Zinsen möglichst bis zur letzten Rate festgeschrieben werden. Sowohl Baukredite mit langen Zinsbindungsfristen als auch Bauspardarlehen erfüllen diesen Zweck.

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