Immobilien: Wohin steuern die Preise?

Von: Peter Rensch
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Tipp: Kaufen Sie möglichst bald, wenn Sie in eine Immobilie investieren wollen. Symbolbild: dpa

Aachen. Wo sind die größten Wertzuwächse zu erwarten und was sollten Sie beim Erwerb eines Eigenheims oder einer Eigentumswohnung beachten? In vielen Regionen steigen die Immobilienpreise weiter.

Wie der Immobilienverband Deutschland (IVD) ermittelte, gewannen Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen mit mittlerem Wohnwert im Vergleich zum Vorjahr um rund sechs Prozent an Wert. Laut der Postbank-Studie Wohnatlas 2016 -; Leben in der Stadt kletterten in den vergangenen zehn Jahren in 80 Prozent der deutschen Großstädte die Immobilienpreise steil nach oben. Vor allem in Ballungszentren wie Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg, München und Stuttgart sind enorme Preissteigerungen erzielt worden. Lohnt der Immobilienkauf angesichts horrender Preise überhaupt noch?

Bevölkerungszuwachs in Städten puscht Wertzuwachs

Franz Lücke, Abteilungsdirektor Immobilien bei der ING-Diba, sieht zur Zeit keine Anhaltspunkte für fallende Immobilienpreise: "Wie lange die Preise weiter steigen, kann wohl keiner vorhersagen. Momentan jedenfalls sind auf dem deutschen Immobilienmarkt keine Anzeichen für eine grundsätzliche Kehrtwende erkennbar." Neben dem niedrigen Zinsniveau bei Baukrediten hat vor allem die Bevölkerungsentwicklung Einfluss auf die Immobilienpreise.

Laut Postbank-Studie bewirkt ein Zuwachs von einem Prozent in einer Stadt eine Preissteigerung bei Eigentumswohnungen von 3,5 Prozent, bei Einfamilienhäusern sind es 1,9 Prozent. Zwar lässt der demografische Wandel einen Bevölkerungsrückgang vermuten, dennoch muss man in den kommenden Jahren mit steigenden Preisen bei Immobilien in den Metropolen rechnen. Das liegt vor allem an der zunehmenden Wohnflächennachfrage sowie am Trend zu Einzelhaushalten.

Achten Sie vor dem Kauf auf wichtige Punkte

Der Kauf einer Wohnimmobilie ist eine langfristige Investition. Potenzielle Käufer sollten sich daher gründlich über das Objekt informieren und es genau prüfen. Christoph Zschätzsch, Leiter Banking- und Kreditprodukte für Privatkunden in Deutschland bei der Deutschen Bank, empfiehlt insbesondere auf folgende Kriterien zu achten:

Lage: Wichtig sind eine gute Infrastruktur, Einkaufmöglichkeiten, Kindergärten und Schulen. Hohe Lärmbelastung mindert den Wert einer Immobilie.

Preis für die Immobilie: Vergleichen Sie den Preis der Immobilie mit dem durchschnittlichen Niveau der Region. Wenn Sie unsicher sind, ob der Preis gerechtfertigt ist, können Sie bei einem Gutachter ein Wertgutachten einholen.

Zustand: Prüfen Sie, ob das Objekt zu Ihren Vorstellungen passt. Entsprechen die Räumlichkeiten Ihren Wünschen? Sind genügend Parkflächen vorhanden und wie gut sind Leitungen sowie die Heizungsanlage in Schuss? Eignet sich das Objekt für altersgerechtes Wohnen? Kontrollieren Sie zudem die Energieeffizienz durch die Angaben auf dem Energieausweis.

Vermietung: Wollen Sie die Immobilie vermieten, sollten Sie prüfen, ob das Objekt bereits vermietet und der Mietzins marktgerecht ist. Informieren Sie sich über eine bestehende Mietgarantie und in welcher Höhe und Laufzeit diese abgeschlossen wurde. Falls die Pflicht besteht, einem Mietpool beizutreten, müssen Sie wissen, dass die Mieterträge Ihnen nicht direkt zugestellt werden. Eventuelle Mietausfälle werden auf alle Eigentümer verteilt. Deshalb sollten Sie die Bedingungen des Mietpools genau studieren. Auch die Kosten einer Hausverwaltung sollten Sie berücksichtigen und sich erkundigen, ob Rücklagen für Instandhaltung und Modernisierung gebildet wurden.

Fazit

Kaufen Sie möglichst bald, wenn Sie in eine Immobilie investieren wollen. Gerade in begehrten Wohnlagen werden die Preise in den nächsten Jahren weiter steigen. Achten Sie jedoch auf die vorgenannten Tipps beim Kauf. Bei einer Fremdfinanzierung lohnt sich eine langfristige Zinsbindung von mehr als zehn Jahren.

Baugeld-Vergleich: Verschaffen Sie sich einen Überblick über die aktuellen Baugeldkonditionen überregionaler und regionaler Anbieter.

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