Im Jahr 2018 feiert der Strommarkt Geburtstag

Von: vo
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Immer häufiger wird aber auch explizit nach der Herkunft des Stromes gefragt. Foto: pixabay.com © Comfreak (CC0 Public Domain)
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Der Strompreis ist ein Grund dafür, warum Verbraucher den Anbieter vergleichen und wechseln. Foto: pixabay.com © ChristianOehlenberg (CC0 Public Domain)

Berlin. Seit dem Jahr 1998 haben Verbraucher das Recht, selbst zu entscheiden, woher sie ihren Strom beziehen möchten. Unter dem Schlagwort "Liberalisierung des Strommarktes" stand das Thema damals.

Heute wird kaum mehr auf die Historie hingewiesen, stattdessen steht die Praxis im Fokus - und diese heißt: Preise vergleichen. Ein kurzer Blick zurück sowie ein Blick in die Praxis sollen in diesem Beitrag im Fokus stehen.

Chronik der Strommarkt-Liberalisierung

Am 24. April 1998 wurde mit der Unterschrift von Bundespräsident Roman Herzog das Energiewirtschaftsgesetz besiegelt. Die Gesetzesschrift ist unter gesetze-im-internet.de im Detail und in der aktuell gültigen Variante nachzulesen. Was kommen würde, schien für die Experten klar zu sein: Drastisch fallende Strompreise wurden prophezeit - und die Verbraucher blickten optimistisch auf möglicherweise fallende Preise.

Der Preisfall dauerte nicht einmal zwei Jahre und wird im Rückblick häufig als kurzes "Strohfeuer" beschrieben. Die Anbieter, die ambitioniert nach vorne geprescht sind, hielten dem Markt nicht stand und gingen in Konkurs.

Schuld daran waren mitunter auch die großen Konzerne, die den kleinen Revolutionären im Markt keinen oder nur einen besonders teuren Zugang ans Stromnetz ermöglichten. Warum seit 2004 auch kleinere Anbieter wieder eine Chance bekommen sollten, ging mit der neu etablierten Aufsichtsbehörde einher, die genau diese Machtausspielung der großen Anbieter kappte.

Mittlerweile gibt es einen lebhaften Markt mit vielen schwarzen Schafen für die Verbraucher. Finanziell betrachtet blieb für diese der Clou allerdings aus.

Der Tagesspiegel meldete dazu im Jahr 2013: "Für Haushalte hat sich der Strompreis von rund 15 Cent im Jahre 1998 auf nun deutlich über 26 Cent je Kilowattstunde verteuert, also bald verdoppelt. Von den mittlerweile 1015 Stromanbietern, die Ende 2012 Strom verkauften, haben 740 ihre Preise zum Jahreswechsel erneut um durchschnittlich zwölf Prozent erhöht." (Quelle: tagesspiegel.de)

Verbraucher werden nun förmlich zum Vergleich gezwungen

Verbraucher haben nun genau zwei Optionen:

1.) Entweder sie bleiben ihrem (meist regionalen) Anbieter treu und nehmen brav alljährliche Preiserhöhungen in Kauf oder

2.) sie wagen den Preisvergleich, der mittlerweile vergleichsweise einfach online durchzuführen ist.

Worauf im Detail zu achten ist, ist unter stromvergleich-ratgeber.de so zusammengefasst:

- Ein Anbietervergleich lohnt immer. Gelistet werden dabei regionale und überregionale Anbieter, deren Preise inklusive Vertrags- und Anbieterdetails sowie Bewertungen von Kunden. Direkt online ist ein Umstieg des Stromanbieters dann per Mausklick möglich.

- Die Daten, die für einen Stromvergleich nötig sind, sind überschaubar: Die Postleitzahl sowie der Jahresverbrauch, der meist auf der Jahresabrechnung ausgewiesen wird, reicht aus, um einen ersten Preisvergleich durchzuführen.

- Verlockend attraktiv scheint so mancher Preis auf den ersten Blick zu sein, dabei müssen Verbraucher jedoch genau darauf achten, wann dieser tolle Preis bezahlt werden muss. Häufig wird der Preis nur durch Rabatte und Boni so attraktiv, die manchmal erst nach einer Vertragslaufzeit von 12 Monaten greifen. Über Filterfunktionen lassen sich hier die Angebote ausgrenzen, die mit Rabatten rechnen.

Das kann für diejenigen durchaus einfacher sein, die zum ersten Mal einen Preisvergleich starten. Wichtig ist auch, Anbieter auszuschließen, die auf Vorauskasse bestehen. Hier ist die Gefahr groß, dass der Verbraucher auf den Kosten sitzen bliebt, wenn der Anbieter nicht mehr liefern kann.

- Mit Blick auf Vertragslaufzeiten und Kündigungsfristen gilt: Je kürzer, desto besser für den Kunden - und desto schlechter für den Anbieter, denn das raubt ihm letztlich die Planungssicherheit. Ein Blick in die Vertragsdetails und die AGB ist an dieser Stelle ratsam.

- Wer sich auf eine Preisgarantie einlassen will, hat meist nur wenig Vorteile, denn oft werden dann nicht die unmittelbaren Preise angehoben, sondern vielleicht Steuern, die dann wiederum weiterberechnet werden dürfen. Gut sind Modelle, bei denen der Anbieter den Preis nach unten anpasst, wenn der Strompreis günstiger wird.

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