Homöopathie: Was kostet es?

Von: Anja Lang
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Für homöopathische Behandlungen gibt es Geld von der gesetzlichen Krankenkasse. Welche Kasse die Kosten trägt und bis zu welcher Höhe: Zahlreiche Deutsche vertrauen bei gesundheitlichen Problemen auf die Heilmethode der Homöopathie.

Das belegt eine Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach aus dem Jahr 2009, wonach die Hälfte aller Deutschen bereits Globuli oder andere homöopathische Arzneimittel ausprobiert haben.

Was ist Homöopathie?

Die Homöopathie basiert auf dem Grundsatz, dass sich Ähnliches mit Ähnlichem heilen lässt. Einem Erkrankten sollen also jene Mittel zur Genesung verhelfen, die bei einem Gesunden ähnliche Symptome auf den Plan rufen würden, wie sie bei einem Kranken beobachtet werden. Zur Erzeugung homöopathischer Arzneien werden die notwendigen Grundstoffe stark verdünnt. Schließlich werden daraus die bekannten weißen Kügelchen, die auch als Globuli bekannt sind, sowie Lösungen und Tropfen. Die alternative Heilmethode versteht sich als ganzheitliche Medizin, bei der nicht lediglich die Symptome behandelt werden.

Ablauf und Kosten

Vor jeder Behandlung steht die Anamnese, ein ausführliches Arzt-Patienten-Gespräch. Der Arzt nimmt die Vorgeschichte des Patienten auf, notiert die Beschwerden und nimmt das Umfeld der Erkrankung unter Augenschein. Das dauert in aller Regel ein bis zwei Stunden und kostet meist 120 bis 180 Euro. Jedes weitere Beratungsgespräch schlägt mit 60 bis 90 Euro zu Buche. Die Behandlung in Form der Homöopathie ist keine reguläre Leistung der Kassen. Daher besteht kein gesetzlicher Anspruch auf Kostenübernahme.

Die Kasse zur Kasse bitten

Dennoch zeigen sich Krankenkassen zunehmend kulant. So haben schon mehr als 80 gesetzliche Krankenkassen Selektivverträge mit dem deutschen Zentralverband der homöopathischen Ärzte geschlossen. Dadurch können Behandlungen bei ausgewählten Vertragsärzten auch über die Chipkarte abgerechnet werden. Die Übernahme der Kosten seitens der Krankenkasse gilt nur für Behandlungen bei speziell ausgebildeten Ärzten. Bei Heilpraktiker-Leistungen beißen Patienten, was die Kostenübernahme angeht, auf Granit. Homöopathische Arzneien werden nur bei Kindern bezahlt, Erwachsene müssen dagegen die Kosten selbst tragen. Globuli und Co sind jedoch erschwinglich, meist sind sie bereits für fünf, maximal zehn Euro, zu haben.

Krankenkassenwechsel oder Zusatzversicherung?

Sollte Ihre sich Ihre Krankenkasse bei der Kostenübernahme querstellen, haben Sie die Möglichkeit, sich bei einer anderen Kasse zu versichern. Das ist simpel und risikolos. Allerdings müssen Sie hierfür bereits 18 Monate bei Ihrer bisherigen Krankenkasse versichert sein und die angestrebte Kasse muss in Ihrer Region geöffnet sein.

Ein Wechsel kommt für Sie nicht infrage? Dann besteht noch die Option eine Zusatzversicherung für homöopathische Leistungen abzuschließen. Mit dieser Versicherung werden selbst die Behandlungskosten bei Heilpraktikern übernommen. Zudem werden meist auch die Kosten für verschriebene homöopathischer Medikamente bezahlt.

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