Aachen - Hohe Zulagen: Riester-Förderungen optimal nutzen

Hohe Zulagen: Riester-Förderungen optimal nutzen

Von: Fritz Himmel
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Mit der richtigen Riester-Förderung, kann man sich effektive Vorteile im Alter schaffen. Foto: Andrea Warnecke/dpa

Aachen. Die Zinsen sind im Sinkflug, doch der Staat verschenkt weiter konstant hohe Riester-Zulagen. Manchmal sogar doppelt so viel als Sie selbst einzahlen müssen.

Wenn Sie Kinder haben, sollten Sie auf jeden Fall über einen Riester-Vertrag nachdenken. Rund 16,5 Millionen Menschen sparen in Deutschland bereits per Riester für die Altersvorsorge. Vor allem Familien mit Kindern profitieren hier besonders von den hohen Kinderzulagen. Nutzen Sie diese voll aus! Statistiken zeigen leider: Rund drei Millionen Riester-Versicherte holen sich ihre Zulagen nicht ab. Und verschenken somit viel Geld, denn die staatliche Förderung ist meist der eigentliche Renditeturbo.

So profitieren Sie von den Riester-Zulagen

Laut Kerstin Becker-Eiselen von der Verbraucherzentrale Hamburg liegt die Rendite bei Riester-Sparern ohne Kinder zwischen drei und fünf Prozent. Sind Kinder da, wären sogar bis zu sieben Prozent Rendite möglich.

Der Staat fördert das Riester-Sparen wie folgt: Ihre staatliche Grundzulage beträgt jährlich 154 Euro. Für jedes Kind bekommen Sie 185 Euro dazu, für ab 2008 Geborene sind es sogar 300 Euro im Jahr. Eine Alleinerziehende mit einem fünfjährigen Kind bekäme für ihren Riester-Vertrag somit 454 Euro jährlich vom Staat geschenkt.

Damit Sie die Riester-Zulagen in vollere Höhe erhalten, sind vier Prozent des Bruttovorjahreseinkommens jährlich in den Vertrag einzuzahlen, maximal 2.100 Euro. Diese Summe müssen Sie jedoch nicht alleine aufbringen, denn die staatlichen Zulagen fließen immer in die Berechnung Ihres Eigenanteils mit ein.

Wenn der Staat doppelt so viel in den Riester-Vertrag einzahlt

Wie sich ein Riester-Vertrag richtig lohnen kann, zeigt Ihnen folgendes Rechen-Beispiel:

Frau, ledig, ein Kind: Die Mutter eines fünfjährigen Kindes verdient im Jahr 18.000 Euro brutto. Bei vier Prozent ihres Gehaltes müsste sie 720 Euro im Jahr in ihren Riester-Vertrag einzahlen. Der Staat schenkt ihr 154 Grundzulage und 300 Euro Kinderzulage, also insgesamt 454 Euro dazu. Somit braucht sie nur noch 266 Euro im Jahr selbst für ihren Riester-Vertrag aufbringen. Im Monat sind das lediglich 22,17 Euro. In ihrem Fall zahlt der Staat fast doppelt so viel in den Riester-Vertrag ein als sie selbst.

Tipp: Melden Sie Änderungen, die sich beim Gehalt, im Familienstand oder bei der Anzahl der Kinder ergeben sofort Ihrem Riester-Anbieter. Damit kann die neue Situation entsprechend beim Zulagen-Antrag berücksichtigt werden.

Für einen Riester-Vertrag stehen fünf Varianten zur Wahl. Als klassische oder fondgebundene Rentenversicherung, als Fonds- und Banksparplan sowie als Wohn-Riester. Die Wohnriester-Förderung gilt sowohl für Kauf, Bau oder Entschuldung einer Immobilie sowie dem Erwerb von Anteilen an Wohngenossenschaften.

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