Hindernis auf unbeleuchtetem Weg muss zu erkennen sein

Von: dpa
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München/Berlin. Hindernisse auf unbeleuchteten Wegen müssen besonders gekennzeichnet oder gesichert sein.

Kommen Fußgänger durch ein ungesichertes Hindernis zu Schaden, muss der für den Weg Verantwortliche unter Umständen Schadensersatz zahlen. Das geht aus einem Urteil des Landgerichts München hervor, auf das die Verkehrsrechtsanwälte des Deutschen Anwaltvereins (DAV) in Berlin hinweisen.

In dem Fall hatte ein Mann auf Schadensersatz geklagt, nachdem er abends auf einem unbeleuchteten Weg zur U-Bahn über einen etwa 30 Zentimeter hohen Betonklotz gestürzt war. Der Klotz sollte Autos an der Durchfahrt hindern. Der Mann brach sich einen Arm, der nach der Operation zu vier Zehntel beeinträchtigt war.

Das Gericht sprach ihm 4.500 Euro Schmerzensgeld zu, da die Beklagte ihre sogenannte Verkehrssicherungspflicht verletzt hatte. Sie hätte den Betonklotz als mögliche Gefahrenquelle kenntlich machen müssen. Laut Gericht ist an die Sicherungspflicht ein besonders hoher Maßstab anzulegen, wenn die Gefahr vom Verkehrssicherungspflichtigen selbst geschaffen wurde. Der Kläger erhielt jedoch zur Hälfte Mitschuld am Unfall, weil er stärker auf den Weg hätte achten müssen.

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