Heizungsanlagen: Effizienzlabel ist Pflicht

Von: Max Geißler
Letzte Aktualisierung:
heizung
Seit Januar 2017 sind Schornsteinfeger verpflichtet, Heizgeräte, die älter als 15 Jahre sind, mit einem Effizienzlabel kenntlich zu machen. Foto: Jens Büttner/dpa

Aachen. Heizungsanlagen in privaten Eigenheimen werden nun auf Effizienz geprüft und entsprechend gekennzeichnet. Der Staat spendiert Zuschüsse und Förderkredite.

Seit Januar 2017 sind Schornsteinfeger verpflichtet, Heizgeräte, die älter als 15 Jahre sind, mit einem Effizienzlabel kenntlich zu machen. Das Siegel hat die Bundesregierung bereits Anfang 2016 eingeführt. Bislang bestand jedoch kein Zwang zur Vergabe der Etiketten, das ändert sich aber mit diesem Jahr. Bei der nächsten Abgasprüfung durch den Kaminkehrer wird dieser das Effizienzlabel automatisch an Ihre Heizung kleben.

Das müssen Eigenheimer wissen

Das Etikett bringt zunächst keine Verpflichtungen für Eigentümer mit sich. Es zeigt jedoch auf einen Blick, ob ein Gerät unnötig viel Energie verbraucht oder nicht. Dabei nutzt das Label die gleiche Farb- und Buchstabenskala wie das EU-Effizienzlabel, mit dem Haushaltsgeräte und seit 2015 auch neue Heizgeräte, gekennzeichnet sind.

Die Klasse A++ (dunkelgrün) steht dabei für bestmögliche Effizienz beim Heizen, die Klasse G (dunkelrot) für mangelhafte Effizienz. Für ineffiziente Geräte besteht zwar kein Modernisierungszwang, aus Kostengründen erscheint ein Austausch häufig aber sinnvoll. „Stuft der Schornsteinfeger ein Heizgerät in die schlechten Effizienzklassen D und C ein, ist meist ein Austausch des Gerätes ratsam“, empfiehlt Michael Herma, Geschäftsführer des Spitzenverbandes der Gebäudetechnik VdZ.

Denn dadurch ließen sich die Heizkosten langfristig eindämmen. Selbst wenn der Heizkessel in die effiziente Klasse A oder B eingestuft wird, könne eine Optimierung der gesamten Anlage, etwa durch einen hydraulischen Abgleich, den Energieverbrauch weiter reduzieren. Tipp: Die Bundesregierung fördert den hydraulischen Abgleich sowie den Einbau effizienter Heizungspumpen mit bis zu 30 Prozent Zuschuss.

Staat greift unter die Arme

Veraltete Heizungen verbrauchen unnötig viel Energie. In Deutschland betrifft das etwa drei Viertel aller Anlagen. Der Einbau eines modernen Heizgeräts spart dagegen bis zu 20 Prozent Energie und reduziert den klimaschädlichen CO2-Ausstoß. Laut Bundeswirtschaftsministerium sind in einem durchschnittlichen Einfamilienhaus nach Einbau eines modernen Heizkessels Einsparungen von bis zu 400 Euro im Jahr möglich.

Das neue Energielabel soll Wohneigentümer quasi an die Notwendigkeit einer Heizungssanierung erinnern. Um den Gerätetausch zu erleichtern, leistet der Staat finanzielle Hilfe in Form von Zuschüssen und zinsgünstigen Krediten. Im Rahmen des CO2-Gebäudesanierungsprogramms stellt er Kredite zum energetischen Sanieren ab 0,75 Prozent Effektivzins bereit, außerdem sind Tilgungszuschüsse von bis zu 27.500 Euro möglich. Tipp: Auch Banken und Bausparkassen vergeben preiswerte Modernisierungsdarlehen. Wie ein Baufinanzierungs-Vergleich zeigt, sind Baukredite ab 25.000 Euro besonders preiswert.

 

Baugeld-Vergleich: Verschaffen Sie sich einen Überblick über die aktuellen Baugeldkonditionen überregionaler und regionaler Anbieter.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert