Heimisches Büro bleibt vorläufig auch bei Nebentätigkeit absetzbar

Von: dapd
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Münster. In der Regel können Lehrer das heimische Büro bis zu einer Summe von 1.250 Euro steuerlich absetzen, weil ihnen zur Vor- und Nachbereitung des Unterrichts kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht. Das gilt nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Münster (Quelle: EFG 2011 S. 1506) auch dann, wenn der Schreibtisch zusätzlich nebenberuflich genutzt wird, etwa um dort Schulbücher oder Fachartikel zu verfassen.

Die Richter entschieden, dass der heimische Arbeitsplatz dennoch nicht als Mittelpunkt der beruflichen Tätigkeit anzuerkennen ist, mit der Folge, dass die Kosten voll absetzbar wären. Sie begründeten ihr Urteil damit, dass der Lehrer dennoch nur nebenberuflich als Autor tätig ist und der Arbeitsmittelpunkt durch den Nebenjob nicht in das Büro zu Hause verlagert wird.

Bei mehreren Tätigkeiten im Arbeitszimmer sei der Mittelpunkt der Gesamttätigkeit im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller ausgeübten Tätigkeiten zu bestimmen.

In einem anderen Verfahren vor dem Bundesfinanzhof (Aktenzeichen: VIII R 5/09) muss diese Frage jetzt höchstrichterlich geklärt werden. Betroffene können also gegen ihren Steuerbescheid Einspruch einlegen.
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