Hausratversicherung: So bekommt man den optimalen Schutz

Von: Oliver Mest, dapd
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Berlin. Eine Hausratversicherung ist für jeden Haushalt zu empfehlen, dessen Wert eine Summe erreicht hat, die man bei einem Totalverlust nicht mehr aus eigener Tasche erstatten kann.

Und diese Summe wird schnell erreicht, so dass fast jeder über den Abschluss einer Hausratversicherung nachdenken sollte. Bei der Wahl der richtigen Police gibt es einiges zu beachten.

Entscheidend ist natürlich die Versicherungssumme, die zum Wert des Hausrats passen muss. Die meisten Versicherer schlagen bei der Hausratversicherung pro Quadratmeter Wohnfläche eine Versicherungssumme von 650 Euro bis 700 Euro vor. Bei einer 100qm-Wohnung werden also 65.000 Euro bis 70.000 Euro Versicherungssumme veranschlagt.

Für viele ist diese Summe viel zu hoch, für andere mit einer wertvollen Einrichtung zu niedrig. Man sollte sich nicht auf solche Standardwerte einlassen, sondern den Wert des Hausrates selbst ermitteln.

Wichtige Zusatzleistungen wählen

Die Hausratversicherung ist keinesfalls eine Rundum-Sorglos-Police für die Einrichtung. Viele Leistungen sind im Basisschutz nicht enthalten. Das beste Beispiel: Elementarschäden, die durch Naturereignisse wie Lawinen, Hochwasser oder Erdbeben verursacht werden. Die müssen zusätzlich mitversichert werden, was gerade in gefährdeten Regionen jedoch schwierig ist.

Trotz der fälligen Beitragszuschläge sollte aber nicht darauf verzichtet werden. Auch Fahrräder sind nicht automatisch über die Hausratversicherung abgesichert - sie müssen zusätzlich und gegen Aufpreis mitversichert werden. Aber Vorsicht: Bei billigen Fahrrädern ist der Schutz im Verhältnis zum Wert des Rades oft zu teuer.

Und für teure Räder gibt es auch Spezialpolicen mit einem deutlich besseren Leistungsumfang. Auch Überspannungsschäden sollten abgesichert sein: Nur dann werden Schäden an teuren Elektrogeräten bezahlt, die durch eine Überspannung entstanden sind. Beim Beratungsgespräch sollte gezielt nach den Leistungen gefragt werden, die einem wichtig sind, damit der Vermittler dafür sorgen kann, dass diese Leistungen auch abgedeckt sind.

Leistungsumfang genau überprüfen

Ebenfalls tückisch: Für bestimmte Dinge im Hausrat gibt es Entschädigungsgrenzen. So zum Beispiel für Bargeld, Schmuck, Antiquitäten und andere Wertsachen, die meist bei 20 Prozent der Versicherungssumme liegen. Bei 40.000 Euro Versicherungssumme sind das gerade einmal 8.000 Euro - wenig, wenn man etwa wertvollen Schmuck besitzt.

Und auch beim Diebstahl aus dem Auto, bei gestohlenen Gartenmöbeln oder bei der Erstattung von Rückreisekosten, wenn während des Urlaubes etwas passiert, gibt es Höchstgrenzen für die Erstattung, die oft bei unter fünf Prozent der Versicherungssumme liegen. Liegen einem bestimmte Dinge in Haus oder Wohnung also besonders am Herzen, sollte man klären, wie hoch die Versicherungssumme dafür tatsächlich ist.

Auf Selbstbeteiligung verzichten

Um die Prämie für die Hausratversicherung günstig zu halten, bieten manche Versicherer auch Tarife mit Selbstbeteiligung an. Oft steht die mögliche Selbstbeteiligung jedoch in keinem Verhältnis zur eingesparten Prämie: Für einen Nachlass von ein paar Euro im Jahr im Schadensfall einen Selbstbehalt von 500 Euro oder gar 1.000 Euro zu riskieren, lohnt sich schlichtweg nicht.

Freiberufler mit Home-Office müssen beim Preisvergleich besonders vorsichtig sein: Denn Sachen in ausschließlich beruflich oder gewerblich genutzten Bereichen sind normalerweise nicht in einer Hausratversicherung mitversichert - Freiberufler brauchen also beispielsweise einen spezielle Versicherung für ihr Home-Office oder müssen die bestehende Hausratversicherung entsprechend erweitern.
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