Hausbank wechseln: 180 Euro gespart

Von: Max Geißler
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Aachen. Geht es Ihnen auf die Nerven, dass Ihre Haubank jeden Monat zehn Euro oder mehr fürs Girokonto berechnet? Wer bereit ist seine Bank zu wechseln, kann sich diese Spesen getrost sparen.

Wechseln Sie nicht drauflos, sondern vergleichen Sie zunächst die Konditionen. Dabei sollten Sie diese Fragen im Blick haben: Wird eine Monatspauschale fällig? Kostet die Kreditkarte etwas? Wird Guthaben verzinst und, wenn ja, wie hoch? Wie hoch liegt der Dispozins?

Konto für Ledige

Um besser vergleichen zu können, benötigen Sie lediglich Ihre monatlichen Nettoeinkünfte. Ein Beispiel: Ihr Chef überweist Ihnen immer zum Monatsende 2.500 Euro. Sie gehen sorgfältig damit um und sparen monatlich 500 Euro. Überdies brauchen Sie sowohl eine EC- als auch eine Kreditkarte. Mit Letzteren kommen Sie auf einen Jahresumsatz von 3.000 Euro. Wie fällt der direkte Vergleich zwischen Online- und Filialbank aus?

Direktbanken, wie DKB, ING-Diba und Cortal Consors, bieten Onlinekonten an. Wer zum Girokonto noch ein Tagesgeld- oder Kreditkartenkonto führt, dessen Kapital wächst um etwa zehn Euro im Jahr. Der Ertrag bleibt unangetastet, da die genannten Geldhäuser keine Gebühren für die Kontoführung verlangen. Ebenso entstehen für EC- und Kreditkarte keine Spesen. Außerdem können sich Verbraucher bundesweit kostenlos mit Bargeld versorgen.

Bei klassischen Konten in der Filiale fallen hingegen meistens Gebühren an, die höher sind als mögliche Guthabenzinsen. Auf Schlagdistanz zu den Direktbanken sind einige Niederlassungen der PSD Bank. Die Online-Varianten der Norisbank und Targobank kommen auf Jahressicht ebenfalls auf ein kleines Plus. Teuer ist ein Girokonto indes bei zahlreichen Privatbanken und Sparkassen. Die Hypovereinsbank, Oyak Anker Bank und Merkur Bank stellen ihren Kunden teilweise über 100 Euro in Rechnung, die Stadtsparkasse München und Düsseldorf erheben Gebühren von bis zu 87 Euro. In Ausnahmefällen türmen sich die Belastungen sogar auf 120 Euro und mehr.

Gemeinschaftskonto für Ehepaare

Im nächsten Beispiel führt ein berufstätiges Paar ein Gemeinschaftskonto. Zusammengerechnet wandern 4.000 Euro an Gehaltszahlungen auf das Konto. Auf dem Girokonto liegen immer mindestens 800 Euro. Beide Kontoinhaber haben eine EC- und Kreditkarte. Das Paar kommt auf einen jährlichen Kreditkartenumsatz von 5.000 Euro.

Kontoführung und Geldkarten sind beim Onlinekonto meist gebührenfrei, lediglich in Einzelfällen kosten Partnerkarten extra. Für den Hauptunterschied sorgen die Zinsen auf dem Tagesgeld- oder Kreditkartenkonto. Auf Platz eins landet auch hier die DKB mit einem Jahresertrag von 18 Euro. Dahinter folgen ING-Diba, DAB Bank, Cortal Consors und 1822 direkt. Ebenfalls annehmbar rangieren mit einem Ertrag von rund zehn Euro die Norisbank und Comdirect dahinter. Vorsicht gilt es bei der Postbank walten zu lassen, denn hier schlagen die Kreditkarten mit 37 Euro zu Buche, die Gesamtkosten belaufen sich in unserem Fallbeispiel dadurch auf 40 Euro. Auch beim 0-Euro-Konto der Commerzbank gilt es vorsichtig zu sein. Schon allein für die beiden Kreditkarten müssen Kunden 50 Euro im Jahr aufbringen.

Erneut ist das Girokonto in der Filiale meist erheblich teurer. Positive Ausnahmen sind auch hier einige PSD-Banken - anders bei einigen Sparkassen und Privatbanken: Hier schnappt die Gebührenfalle zu. Auf das Beispielpaar kämen bei der Nationalbank bis zu 125 Euro zu, die Deutsche Bank stellt bis zu 136 Euro in Rechnung und die Sparkasse würde für diesen Service etwa 145 Euro nehmen. Trauriger Spitzenreiter ist die Oyak Anker Bank mit einer Jahresgebühr von 160 Euro.

Alles in allem weist der Gebührenvergleich deutliche Unterschiede zwischen der Kontoführung in der Filiale und der im Internet aus. Wer bereit ist, seine Bankverbindung zu wechseln, kann sich damit bis zu 180 Euro sparen. Viele Bankhäuser versüßen den Wechsel. So honorieren dies Comdirect, ING-Diba und DAB Bank mit je 50 Euro Prämie.

Möchten Sie ein günstigeres Girokonto? Vergleichen Sie die besten Online- und Filial-Angebote.

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