Schondorf - Haftpflichtversicherung: Gerade mit Kindern unverzichtbar

Haftpflichtversicherung: Gerade mit Kindern unverzichtbar

Von: Oliver Mest, ddp
Letzte Aktualisierung:

Schondorf. Die private Haftpflichtversicherung darf grundsätzlich in keinem Haushalt fehlen - und schon gar nicht in einem Haushalt mit Kindern. Denn jeder haftet unbegrenzt, wenn er anderen Schaden zufügt.

Das gilt auch für Kinder ab sieben Jahren, im Straßenverkehr ab zehn Jahren. Jüngere Kinder sind nicht deliktfähig, so dass mangels Verschulden auch keine Haftpflichtversicherung einspringt. Einige Haftpflichtversicherer haben mittlerweile allerdings zumindest für kleinere Summen auch Schäden eingeschlossen, die von deliktunfähigen Kindern verursacht werden. Worauf aber kommt es bei der privaten Haftpflicht im Allgemeinen und bei der Kinderhaftpflicht im Besonderen an?

Wichtig ist, dass jeder in der Familie bei einer privaten Haftpflichtversicherung mit geschützt ist - auch ohne eigene Police. Bei Verheirateten mit Kindern ist das ohnehin der Fall. Und auch Unverheiratete brauchen nur eine einzige private Haftpflichtversicherung, wenn der Partner und die Kinder mit im Vertrag stehen. Kinder unter 18 sind immer mitversichert, und auch nach der Volljährigkeit besteht Schutz bis zum Ende der ersten Ausbildung.

Grundsätzlich sollte die Versicherungssumme der Police mindestens drei Millionen Euro bei Sach- und Personenschäden betragen. So ist man für alle Eventualitäten abgesichert. Wer selbst von jemandem ohne private Haftpflichtversicherung geschädigt wird, sollte zudem eine Forderungsausfallversicherung in der eigenen privaten Haftpflichtversicherung mit vereinbaren. Bei Kindern hieße das, dass sie einen eigenen Schaden von ihrer privaten Haftpflichtversicherung ersetzt bekommen, wenn der Verursacher (ohne private Haftpflichtversicherung) endgültig nicht zahlen kann.

Die private Haftpflichtversicherung zahlt für Sach- oder Personenschäden, die die Kinder verursachen. Das gilt selbst dann, wenn sie fahrlässig gehandelt haben. Allerdings gibt es Einschränkungen. Denn die private Haftpflichtversicherung zahlt nicht immer, wenn man selbst oder der Nachwuchs einen Schaden anrichtet. Vor allem bei Gefälligkeiten wie dem Blumengießen oder der Tierpflege verweigert die private Haftpflicht in aller Regel die Unterstützung. Sie argumentiert, dass wer freiwillig hilft, nicht auch noch zahlen will, wenn er etwas kaputt macht. In solchen Fällen besteht also kein Versicherungsschutz.

Und auch wenn die Kinder absichtlich einen anderen verletzen oder etwas zerstören, zahlt die private Haftpflicht nicht. Der große Vorteil dabei ist jedoch, dass wenn die Kinder Unsinn gemacht haben, die Kinderhaftpflicht gleichzeitig auch eine Rechtsschutzversicherung ist. Denn die private Haftpflichtversicherung zahlt nicht nur Schadenersatz bei berechtigten Ansprüchen, sie wehrt auch unberechtigte Ansprüche vor Gericht ab.
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