Händler haftet mindestens ein Jahr für Mängel am Gebrauchtwagen

Von: dpa
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Karlsruhe. Autohändler haften beim Verkauf von Gebrauchtwagen an Verbraucher mindestens ein Jahr lang für Mängel an dem Fahrzeug. Diese seit Anfang 2002 im Gesetz festgeschriebene Haftung kann nicht vertraglich ausgeschlossen werden, wenn der Kunde das Auto beim Händler kauft.

Dieser muss für Mängel einstehen, die bereits bei der Übergabe des Autos vorlagen - was jedoch vom Gesetz zugunsten des Käufers vermutet wird, wenn der Fehler innerhalb der ersten sechs Monate aufgetreten ist. Laut Gesetz haftet der Verkäufer zwei Jahre; die Frist kann aber auf ein Jahr abgekürzt werden.

Etwas anderes gilt beim Verkauf von privat an privat. Dort kann der Verkäufer seine Haftung für Defekte weitgehend ausschließen. Mit der verbreiteten Formulierung „verkauft wie besichtigt” gilt das aber nur für Mängel, die der Laie bei einer normalen Besichtigung feststellen kann.

Neben den gesetzlichen Gewährleistungsregeln bieten Händler häufig auch Gebrauchtwagengarantien an. Sie sind als zusätzliche Absicherung für den Käufer zu verstehen und erleichtern die Durchsetzung von Ansprüchen beispielsweise dann, wenn der Schaden sich erst nach mehr als sechs Monaten zeigt. Solche Garantien können an regelmäßige Inspektionen geknüpft werden.

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