Aachen - Gute Zeiten für Immobilienkäufer

Gute Zeiten für Immobilienkäufer

Von: Max Geißler
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Die Immobilienpreise steigen zwar, doch Käufer müssen dennoch weniger zahlen. Gründe sind das niedrige Zinsniveau und Einkommenszuwächse. Gerade in Ballungszentren haben die Immobilienpreise kräftig angezogen. Um rund sieben Prozent haben sie im zweiten Quartal 2013 in deutschen Großstädten im Vergleich zum Vorjahr zugelegt.

Eva Grunwald, Baufinanzierungschefin der Deutschen Bank, sieht in dieser Entwicklung jedoch nichts Außergewöhnliches: Die Preissteigerungen betrachten wir als eine Normalisierung, nachdem sich der deutsche Markt viele Jahre lang schwach entwickelt hat.

Durchschnittlich 4,5 Nettojahreseinkommen muss ein deutscher Haushalt aufbringen, um in seiner Region eine Immobilie zu kaufen. In kleinen Städten liegt der finanzielle Aufwand oft darunter, in Großstädten höher. Im Durchschnitt sind sechs, in Topstädten wie München bis zu neun Jahreseinkommen fällig, sagt Eva Grunwald. Die gute Nachricht: Die höheren Immobilienpreise bedeuten jedoch nicht, dass es teurer geworden ist, ein Haus oder eine Eigentumswohnung zu kaufen. Durch die niedrigen Bauzinsen ist die Baufinanzierung nämlich günstiger geworden. Zudem sind über einen längeren Zeitraum betrachtet die Einkommen stärker gestiegen als die Immobilienpreise.

Erschwinglichkeitsindex gesunken

Die Deutsche Bank erstellt regelmäßig den sogenannten Erschwinglichkeitsindex für Wohnimmobilien, um die finanzielle Belastung für Immobilienkäufer zu ermitteln. An ihm lässt sich ablesen, wie viel Aufwand ein Haushalt betreiben muss, um Wohneigentum zu kaufen. In den vergangenen Jahren ist der Index stetig gesunken. Ausgehend von einem Indexstand von 100 Prozent im Jahr 2000 ging er bis heute auf 32,2 Prozent zurück. Ein Haushalt muss also heute durchschnittlich nur rund ein Drittel des finanziellen Aufwands für einen Immobilienkauf betreiben als vor 13 Jahren.

Zum Vergleich: Das Durchschnittseinkommen stieg laut Deutscher Bank seit dem Jahr 2000 um 32 Prozent, die Hauspreise stiegen jedoch nur um 7,6 Prozent. In den vergangenen drei Jahren hat sich dieser Trend zwar zugunsten der Hauspreise gedreht und damit die Finanzierungskosten wieder verteuert. Da aber die Hauspreise bis Ende 2009 stetig gefallen sind, zeigt sich der Preisanstieg für den Betrachtungszeitraum insgesamt moderat.

Leichter Zinsanstieg bei Baugeld

Fraglich ist, ob die guten Bedingungen für Immobilienkäufer noch lange anhalten werden. Denn neben den Immobilienpreisen steigen nun auch die Bauzinsen. Zehnjährige Baudarlehen verteuerten sich laut Baugeldindex auf biallo.de von Mai bis heute um einen knappen halben Prozentpunkt auf 2,73 Prozent Sollzins. Es gibt jedoch weiterhin viele Anbieter, die ihre Bauzinsen deutlich unterdurchschnittlich halten. Baugeld-Expertin Grunwald sieht keinen Grund zur Panik: Bis Jahresende dürfte Baugeld günstig bleiben, so ihre Einschätzung.

Baugeld-Vergleich: Verschaffen Sie sich einen Überblick über die aktuellen Baugeldkonditionen überregionaler und regionaler Anbieter.

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