Günstig Geldabheben im Osterurlaub

Von: Max Geißler
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Banken und lokale Händler versuchen mit ihren Geldautomaten oder an Hotelkassen bei der Umrechnung des Kurses in Fremdwährungen kräftig abzukassieren. Foto: dpa

Aachen. Wer über Ostern in ein Nicht-Euro-Land verreist, kann am Geldautomaten schnell in die Kostenfalle rauschen. So vermeiden Sie unnötige Kosten: Wer die Ostertage in Prag, London oder Zürich verbringt, sollte beim Bargeldziehen aufpassen.

Denn Banken und lokale Händler versuchen mit ihren Geldautomaten oder an Hotelkassen bei der Umrechnung des Kurses in Fremdwährungen kräftig abzukassieren. Nach Informationen des Bundesverbandes deutscher Banken (bdb) bieten die Geldhäuser an, das ausbezahlte Geld oder die bezahlte Summe bereits vor Ort in Euro umzurechnen. Dabei versprechen sie zum Teil garantierte Wechselkurse und den Verzicht auf Gebühren. Die vermeintliche Sicherheit durch das sofortige Umrechnen am Geldautomat kommt Auslandsreisenden aber teuer zu stehen.

Der Vorgang: Der Tourist gibt seine Geld- oder Kreditkarte sowie seine PIN-Nummer in den Geldautomat ein und wählt den gewünschten Bargeldbetrag in Landeswährung. Wer jetzt glaubt, mit seiner Kreditkarte bekommt er auch außerhalb der Euro-Zone gebührenfrei Bargeld, sollte auf der Hut sein. So manche Bank fragt kurz vor Auszahlung des Betrags, ob sie die Summe in Landeswährung berechnen soll oder in Euro. Die zusätzliche Dienstleistung nennt sich Dynamic Currency Conversion.

Jetzt ist guter Rat teuer: Soll der Automat nochmal prüfen, wie viele britische Pfund oder Schweizer Franken ich für meine Euro bekomme? Gehen Sie auf das Angebot ein, dann wird die lokale Bank der Heimatbank mitteilen, wie viele Euro abgehoben werden sollen. Zugleich bestimmt sie den Wechselkurs und die Provision. Die kann nach Ermittlungen des Bankenverbandes bis knapp zehn Prozent der ausbezahlten Summe betragen. Je kleiner der abgehobene Betrag, desto höher ist der prozentuale Aufschlag beim Geldabheben.

Wo zahlen deutsche Touristen besonders viel?

Die Zeitschrift Finanztest machte im vergangenen Jahr die Probe aufs Exempel und ließ in neun Nicht-Euro-Ländern Bargeld abheben. In fünf Ländern boten die Automaten an, die Landeswährung sofort in Euro umzurechnen. In Tschechien und der Schweiz war dies an allen Geldautomaten der Fall, in Polen, Großbritannien und der Türkei nur bei einigen.

Der finanzielle Aufschlag lag zwischen 2,5 und 9,6 Prozent. So viel Geld kostet es also mehr, wenn man beim Geldabheben die Euro-Umrechnung wählt. Bei einem Betrag von 300 Euro entsteht dadurch bis zu 30 Euro Verlust. Laut Finanztest waren die Umrechnungskurse vor allem in Tschechien, Polen und Großbritannien sehr schlecht. Das Problem: Die Anzeige am Geldautomat ist oft so gestaltet, dass Touristen die ungünstigere Euro-Variante wählen. Auf dem Kontoauszug erscheint später nur der Euro-Betrag, so dass man gar nicht bemerkt, wie teuer die Abhebung war.

Besser ist die Situation laut Finanztest in Dänemark, Schweden, Bulgarien und Mazedonien. Dort ermöglichen Geldautomaten nur Abhebungen in Landeswährung, dadurch entfällt die Kostenfalle. Der Automatenbetreiber übermittelt den Abhebetrag an die Hausbank, diese rechnet in Euro um und weist die Kosten auf dem Kontoauszug aus. Die von der Heimatbank gestellten Kurse sind in der Regel günstiger als die Kurse der Fremdbank.

 

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