Grundregeln für den Anlageerfolg in Zeiten nervöser Märkte

Von: Oliver Mest, dapd
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Berlin. Ist die Krise vorüber? Oder steht sie vielleicht erst noch richtig bevor? Das heftige Auf und Ab der Märkte verunsichert derzeit die Anleger.

Egal auf welche Strategie Privatinvestoren nun setzen, sie sollten einige einfache Regeln für den Anlageerfolg beherzigen.

Wichtigste Maßgabe ist, dass Anleger kein Geld an der Börse investieren, das sie anderweitig brauchen - auch wenn das erst in ein oder zwei Jahren der Fall ist. Mit Geld, das nicht benötigt wird, haben Investoren die Ruhe, Krisen auszusitzen und Gewinne auszureizen. Der Druck, das Kapital sofort zu brauchen, ist dagegen ein schlechter Ratgeber.

Vorsicht ist auch bei Geheimtipps geboten. Regelmäßig machen Geldanlage-Gurus mit „todsicheren” Tipps in Zeiten turbulenter Börsen die Runde. Der bei weitem größte Teil dieser Ratschläge ist aber blanker Unsinn. Oft hat sich der Tippgeber zuvor mit den entsprechenden Aktien eingedeckt und will die Kurse durch die Empfehlung in die Höhe treiben. Haben weitere Anleger auf den Tipp hin gekauft, und sind die Kurse gestiegen, steigt der Tippgeber aus und macht Kasse - im Gegensatz zu allen anderen Anlegern, die hohe Verluste erleiden, wenn die Kurse wieder in den Keller rauschen.

Erfolgreiche Anleger setzen dagegen auf harte Fakten. Einzelne Aktien gehören etwa nur ins Depot, wenn man sich auch vorstellen könnte, das ganze Unternehmen zu kaufen. Der Investor sollte immer wissen, was das Unternehmen besonders macht und mit welchen Produkten das Geld verdient wird. Allgemein können Aktien, Fonds und Zertifikate nur dann ins Bodenlose fallen, wenn die Anleger kein Netz gespannt haben. Schon beim Kauf von Wertpapieren sollten Anleger eine Stopp-Loss-Marke setzen, bei deren Erreichen die Papiere automatisch verkauft werden. So ist der Verlust von Anfang an begrenzt, Gewinne werden automatisch mitgenommen.

Überhaupt die Gewinne: Auf dem Höhepunkt des Neuen Markts war Deutschland ein Land voller Millionäre. Zumindest auf dem Papier. Denn vielen gehörten Anteile von Unternehmen, die auf dem Papier plötzlich Milliarden wert waren. Leider konnten die wenigsten diese Gewinne realisieren, weil die Blase kurze Zeit später platzte. Anleger sollten deshalb Gewinne auch mal abschöpfen.

Gewinne zu realisieren, heißt aber nicht, ständig die Aktien zu wechseln. Banken treiben dieses Spielchen gern mit ihren Kunden und raten laufend dazu, das Vermögen umzuschichten und in neue Papiere zu investieren. In der Folge werden ständig neue Gebühren fällig, die an der Rendite nagen. Der ständige Wechsel nutzt damit nur der Bank, dem Kunden bringt das Hin und Her dagegen nichts. Vorsichtig ist also geboten, wenn der Berater ständig zum Wechsel drängt.
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