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Girokonto: Gebühren kleinhalten

Von: Max Geißler
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Viele Banken werben mit einem kostenlosen Girokonto - trotz kostenpplichtiger Angebote. Hier erfahren Sie welche Anbieter wirklich gute Konditionen haben.

Für Girokonten fallen häufig Extrakosten an, die auf den ersten Blick versteckt sind, etwa ab einem bestimmten Alter, für Kreditkarten oder für das Abheben an Fremdautomaten.

Altersbeschränkungen

Schülern, Studierenden oder Auszubildenden bieten die meisten Kreditinstitute kostenlose Girokonditionen an. Doch wird ein bestimmtes Alter überschritten oder die Lehrzeit beendet, ändern sich die Konditionen automatisch. Monatspauschalen bis zu 9,90 Euro plus 30 Euro Jahresgebühr für die Kreditkarte sind keine Seltenheit. In diesen Fällen hilft oft nur noch der Bankwechsel, wenn weiterhin keine Kontogebühren anfallen sollen. Um den lästigen Kontowechsel zu vermeiden, sollte man von Anfang an darauf achten, dass die Gebührenfreiheit jederzeit und für alle Bankkunden gilt, rät Alexander Baumgart von der ING-Diba.

Regelmäßige Mindestbeträge

Viele Banken bieten kostenlose Girokonten nur für Kundinnen an, die einen monatlichen Mindesteingang vorweisen können. Die Volkswagen Bank GmbH verzichtet auf 4,50 Euro monatliche Kontogebühren, wenn im Monat mindestens 1000 Euro Eingang verbucht wird. Die Commerzbank erlässt 9,90 Euro, wenn 1200 Euro eingehen. Das Postbank Girokonto Plus schreibt regelmäßige Lohneingänge vor, für die kein Mindestbetrag festgesetzt ist. Wer keinen regelmäßigen Lohn nachweisen kann, zahlt 5,90 Euro im Monat. Ein weiteres Modell für Konditionen gebundene Kostenfreiheit sind Mindestkontoguthaben. Das Girokonto der Stadtsparkasse München ist beispielsweise nur dann gebührenfrei, wenn der Kontostand 1500 Euro nicht unterschreitet.

Gebühren für Standart- und Zusatzleistungen

Häufig ist die Kostenbefreiung daran geknüpft, dass das Girokonto online geführt wird. Geben Kunden Überweisungen in Papierform in Auftrag oder reichen Verrechnungschecks ein, kann die Kostenfalle zuschnappen warnt Baumgart. Pro Überweisung die in der Filiale abgegeben wird, können schnell zwei oder drei Euro Gebühren anfallen. Auch für Kreditkarten werden bei vielen Banken Pauschalen erhoben, unabhängig ob es sich um ein Online-Konto handelt oder nicht. Die Commerzbank berechnet beispielsweise für die einfache Visa Card 29,90 Euro pro Jahr, PSD Bank Rhein-Ruhr und Sparkasse Aachen verlangen für die Master Card je 20 Euro.

Tipp:

Die Comdirect, ING-Diba, Norisbank und PSD Bank Nord verlangen keine Gebühren für Kreditkarten.

Fremdautomaten kosten extra

Wer am Automat einer fremden Bank Geld abhebt, zahlt schnell mehr als fünf Euro Zusatzgebühren. Kunden der Sparkasse Darmstadt zahlen beispielsweise für zwölf Fremdabhebungen im Jahr Minimum 60 Euro. In solchen Fällen bieten sich viele Ausweichmöglichkeiten auf verbraucherfreundlichere Girokonten an. Direktbanken bieten hier mit die besten Konditionen an: mit ihrer Kreditkarte können die Kunden an allen Automaten kostenlos abheben, bei der DKB, Cortal Consors und Netbank sogar weltweit. Die ING-Diba bietet diesen Service in allen Euro-Ländern an. Andere Banken arbeiten mit Kooperationen und stellen kostenlose Automaten innerhalb einer bestimmten Gruppe zur Verfügung. Sparkassen-Kunden können beispielsweise bundesweit an rund 25.000 Geldautomaten gebührenfrei abheben. Die Volks- und Raiffeisenbanken halten rund 19.000 kostenfreie Automaten vor und die in der Cash-Group vereinten Großbanken Deutsche Bank, Commerzbank, Postbank und Hypovereinsbank stellen gemeinsam 9000 Automaten zum Nulltarif bereit.

Bargeld beim Tanken

Geld gibt es auch außerhalb der Bank. Unsere Kunden erhalten an teilnehmenden Shell- und OMV-Tankstellen sowie OBI-Märkten kostenlos Bargeld an der Kasse, berichtet Jürgen Eikenbusch von der DAB Bank. Dazu benötigt man lediglich die Girokarte und die Geheimnummer. Auch Postbank, Netbank und 1822 direkt kooperieren mit Tankstellen und Supermärkten.

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