Girocard: Nicht immer verwendbar

Von: Max Geißler
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Wer auf Reisen geht, sollte vorher schon prüfen, ob seine Girocard im Ausland gilt. Einige Karten funktionieren nur in Europa.

Die frühere EC-Karte und heutige Girocard ist nicht auf die Nutzung innerhalb Deutschlands beschränkt. Touristen können also auch in etlichen Staaten Europas aber auch außerhalb des Kontinents einkaufen und Bargeld abheben. Urlauber, die die EU verlassen, sollten aber auf der Hut sein. Nicht jeder Girocard ermöglicht eine uneingeschränkte Nutzung. Daneben ist der Verfügungsrahmen oft beschränkt.

Girocards untergliedern sich in Maestro-Karten und Karten mit der Aufschrift V-Pay. Dabei handelt es sich jeweils um Debitkarten, deren Verfügungen direkt über das Girokonto gebucht werden. Beim Herausgeber unterscheiden sie sich: Wird die V-Pay-Karte von Visa herausgegeben, so steht MasterCard hinter der Maestro-Karte. Das ist ein Unterschied, der nicht zu vernachlässigen ist. Denn anders als mit der Maestro-Karte, mit der Verbraucher praktisch weltweit bezahlen können, sehen sie sich mit der V-Pay-Karte mit Einschränkungen in der Länderauswahl konfrontiert. Karten mit dem V-Pay-Aufdruck können ihrer Karte nur in der EU, der Türkei sowie in einigen angrenzenden Ländern, wie Grönland, Island oder Israel verwenden. Kunden der DKB, Comdirect oder Postbank sollten also vorab kontrollieren, ob ihr Reiseland und die Geldkarte kompatibel sind. Sollte die V-Pay-Karte nicht einsatzfähig sein, greifen Sie am besten auf die Kreditkarte zurück.

Maestro-Karte -; verbreitet, aber unsicher?

Ein Grund, weshalb die V-Pay-Karte eine geringere Akzeptanz findet, liegt darin begründet, dass hier der EMV-Chip zum Einsatz kommt. Dieser ist zwar fälschungssicher, kann aber nicht in allen Ländern eingelesen werden. Die Maestro-Karte verfügt indes über ein veraltetes System, das leicht zu kopieren ist und somit ein höheres Sicherheitsrisiko birgt. Wer in seinem Geldbeutel eine V-Pay-Karte hat, ist gegen Ausspähungsversuche von Kundendaten und von Kartenfälschungen geschützt. Das sogenannte Skimming ist dadurch weitgehend ausgeschlossen. V-Pay-Girocards haben zwar einen Magnetstreifen, der aber nur beim Türöffnen an der Bankfiliale oder beim Kontoauszugsdrucker zum Einsatz kommt.

Limits bei Zahlung und Abhebung

Um Zugriffe von Kriminellen einzudämmen, haben nahezu alle Bankhäuser eine Verfügungsgrenze beim Geldabheben bestimmt. In aller Regel liegt die Grenze bei 1.000 Euro pro Tag und 2.000 bis 2.500 Euro binnen einer Woche. Diese Regelungen gelten im In- wie im Ausland. Wem das zu wenig ist, kann den Verfügungsrahmen aufstocken. Dabei reicht ein Anruf bei der Bank.

Tipp:

Sollte die Girocard im Ausland abhanden gehen oder gestohlen werden, so sollte man dies sofort melden und die Karte sperren lassen. Die Sperrnummer: (+49) 166 166.

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