Geldanlage für später: Grundlagen für eine sichere Rente

Von: Oliver Mest, ddp
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Köln. Viele Menschen sind gerade jetzt in der Wirtschaftskrise verunsichert, wenn es um die private Vorsorge geht. Dabei gilt es lediglich, ein paar Punkte zu berücksichtigen, um ganz sichern für das Alter vorzusorgen.

Dazu zählt zum Beispiel die banale Erkenntnis, dass Vorsorge nicht warten kann, bis das Konto wieder im Plus oder der neue Flachbildfernseher bezahlt ist. Mann sollte das Sparen für später genauso als feste und wichtige Ausgabe ansehen, wie es die Miete, die Versicherung oder auch die Rate für das Auto ist.

Das Geld für die private Altersvorsorge muss einfach eingeplant werden. Niemand würde für einen neuen Fernseher die Miete einfach nicht zahlen. Auch der Traum einer perfekten Altersvorsorge wird nicht in Erfüllung gehen. Es gibt keine ideale Vorsorge, die für alle anderen Sparer gleichermaßen ideal ist.

Der wichtigste Rat bei der optimalen Vorsorge ist nämlich Individualität. Die beste Strategie nützt nichts, wenn dabei nicht die individuellen Vorgaben des Sparers berücksichtigt werden. Viele Sparer resignieren, weil sie monatlich „nur” 50 oder 75 Euro sparen können und glauben, dass das für eine zusätzliche Rente viel zu wenig ist. Allerdings macht auch Kleinvieh Rente. Aus 75 Euro werden in 20 Jahren bei fünfprozentiger Rendite immerhin über 30.000 Euro. Und die wiederum sorgen immerhin 20 Jahre lang für eine Zusatzrente von 175 Euro monatlich. Natürlich ist das nicht die Summe, die für ein sorgenfreies Leben erforderlich ist: Aber es ist ein Baustein im Alter, der finanziellen Spielraum gibt.

„Fünf Prozent Rendite - wo das denn?”, werden viele Sparer jetzt denken. Und eine solche Rendite ist auf Dauer tatsächlich nur zu erreichen, wenn man die Börse nicht ignoriert.

Für den garantierten Erfolg an der Börse gibt es nur eine einzige Regel: Die Anlagen dürfen niemals zu einem festen Zeitpunkt verkauft werden müssen.

Hier gilt die 3-Jahre-Regel, nach der Börsen-Investments nur dann empfehlenswert sind, wenn der Verkaufszeitpunkt um bis zu drei Jahre variieren kann.

Gleichzeitig sollte man seine Aktien, Fonds oder Zertifikate niemals aus den Augen verlieren. Kaufen und schlafen legen hat schon 2000 beim Börsen-Crash nicht funktioniert. Moderne Sparer legen schon beim Kauf Limits fest, bei deren Erreichen die Papiere automatisch verkauft werden. Das begrenzt die Verluste.

Viele Sparer tun sich besonders schwer, mit der Vorsorge zu beginnen - meist aus Angst, falsche Entscheidungen zu treffen. Sie wissen, wieviel Geld sie monatlich ungefähr sparen müssten, um im Alter die Wunschrente zu erreichen. Verbraucher haben dieses Geld zur Verfügung und wissen trotzdem nicht, wie sie es anlegen sollen, weil sie im Börsendschungel den Überblick verloren haben oder Angst haben, auf die falsche Empfehlung zu setzen.

In der Konsequenz machen sie erst einmal gar nichts. In dieser Situation sollte man auf jeden Fall das Geld regelmäßig auf ein separates Konto legen, bis man weiß, was man damit wirklich machen will. Dann sollte man sich ruhig über die Vor- und Nachteile der möglichen Anlageformen informieren und eine fundierte Anlageentscheidung treffen.

Grundsätzlich gilt dabei immer, dass Sicherheit vorgeht. Wenn man nur die Wahl hat zwischen einer sicheren Geldanlage mit einer konservativen Rendite und einer spekulativen Anlage mit überdurchschnittlicher Verzinsung, sollte Sicherheit immer die erste Wahl sein. Wenn man eine sichere Basis geschaffen hat, besteht immer noch die Möglichkeit, renditeträchtigere und spekulativere Anlagen beizumischen. Im Grundsatz gilt, dass der Anteil spekulativer Geldanlagen niemals größer sein sollte als die Summe aus 80 minus dem Lebensalter des Sparers.
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