Früh übt sich: Einschränkungen für Ältere beim Riestern

Von: Fritz Himmel
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Aachen. Bekommen 50-Jährige bald keinen neuen Riester-Vertrag mehr? Versicherungsfachleute rechnen damit, dass Ältere künftig mit erheblichen Einschränkungen bei Riester-Verträgen leben müssen.

Das weiter schwierige Umfeld an den Finanzmärkten lässt auch die Altersvorsorge nicht unberührt. Das zeigt sich am Beispiel der Riester-Rente: Bei etlichen Versicherern liegt das Maximalalter bereits bei 52 Jahren. So senkten Anbieter wie Cosmos Direkt oder Ergo das Höchstalter von 56 bzw. 54 Jahre auf nunmehr 50 Jahre.

Zunächst negative Rendite

Riester-Sparer haben einen gesetzlichen Anspruch, dass zu Beginn der Rente mindestens die Summe aller eingezahlten Beträge vorhanden sind. Mit einem Höchstrechnungszins von 1,25 Prozent muss ein branchenüblicher Vertrag mindestens 20 Jahre laufen, damit der Versicherer die hohen Kosten der Police durch die Garantieverzinsung kompensiert hat, sagt Axel Kleinlein, Vorsitzender vom Bund der Versicherten. Jener Garantiezins bezieht sich auf den Sparanteil, also Einzahlungen abzüglich Kosten. Die wirkliche Verzinsung ist zunächst jedoch aufgrund der hohen Abschlusskosten negativ. Es braucht also eine gewisse Laufzeit. Kleinlein fürchtet, dass es bald schon für Mittevierzigjährige schwer wird, einen Riester-Vertrag zu ergattern.

Zulagen spülen Geld in die Kasse

Wie so oft im Leben, gilt auch beim Riestern: früh übt sich. Ganz besonders Familien mit Kindern profitieren. Zur Grundzulage von 154 Euro im Jahr kommen noch 300 Euro für ab 2008 geborene Kinder hinzu. Für davor geborene Kinder gibt es 185 Euro. Bei einem Neugeborenen, wofür Eltern 23 Jahre lang die Kinderzulage erhalten, würde der Staat 6.900 Euro spendieren. Bei zwei Kindern kämen Eltern auf 13.800 Euro, dazu kommen noch die eigenen Zulagen. Wer in den Genuss der kompletten Förderung kommen möchte, muss vier Prozent des Bruttovorjahreseinkommens jährlich in den Riester-Vertrag einzahlen, maximal aber 2.100 Euro. Diesen Betrag müssen Sie aber nicht selbst aufwenden, denn die staatlichen Zulagen fließen in die Gesamtberechnung des Eigenanteils mit ein. Mehr Kinder bedeuten höhere Zuschläge und sinkende Eigenleistungen.

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