Forward-Darlehen kann bei Sicherung günstiger Zinsen helfen

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Forward-Darlehen kann bei Sicherung günstiger Zinsen helfen

Von: vo
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Den Traum vom eigenen Haus haben sich in den letzten Jahren viele Deutsche wegen der niedrigen Zinsen erfüllen können. Foto: Andrey_Popov © 621963875 / Shutterstock.com

Frankfurt/Main. In den letzten Jahren ist um das Bauen ein richtiger Hype entstanden, woran nicht zuletzt in einem hohen Maße die Zinsentwicklung beteiligt war, die prinzipiell nur eine Richtung kannte und zwar nach unten. In letzter Zeit ist allerdings eine Trendwende auszumachen, sodass die Zinssätze bei den meisten Darlehensgebern wieder leicht ansteigen. Das verunsichert vorrangig Bauherren, die bald eine Umschuldung in Erwägung gezogen haben.

Zinsen werden wohl in nächster Zeit erst einmal weiter ansteigen

Die Zinsen sind bei der Realisierung der eigenen Immobilie schon seit jeher ein sehr wichtiges Thema gewesen. Immerhin entscheidet ihre Höhe darüber, wie viel mehr Geld als den eigentlichen Darlehensbetrag der Bauherr insgesamt an den Darlehensgeber zurückzahlen muss. In den letzten Jahren haben die Bauherren an dieser Stelle geradezu paradiesische Umstände vorgefunden, allerdings steigen die Zinssätze seit einigen Wochen nicht nur vereinzelt bei Kreditgebern wieder an. Selbst wenige Zehntel nach dem Komma können hier schon einen entscheidenden Unterschied ausmachen, denn Baufinanzierungen werden immer für einen sehr langen Zeitraum abgeschlossen. Es gibt allerdings eine Möglichkeit, sich die niedrigen Zinsen trotzdem noch zu sichern, doch dazu später mehr. Dies gilt übrigens nicht nur für einen Immobilienkredit, einen günstigen Blitzkredit aufnehmen ist im Internet bei aktueller Zinslage auch noch möglich.

1. Befragt man Experten zum Thema der Zinsentwicklung, so ist derzeit die einhellige Meinung, dass sie erst einmal weiter ansteigen werden.

2. Zurückgeführt wird diese Entwicklung auf die Entscheidungen der Notenbanken, welche nun wohl endgültig das Ende der Niedrigzinsphase eingeläutet haben.

Besonders interessant ist damit die Lage insbesondere für Grundbesitzer, die über eine Finanzierung verfügen, die in knapp zwei Jahren ausläuft. Hier macht es definitiv Sinn, schon jetzt nach einer adäquaten Ablösung für den Kredit zu schauen.

Forward-Darlehen erlaubt die Sicherung des Zinssatzes für die Zukunft

Für Bauherren, die schon vor langer Zeit ihr Darlehen abgeschlossen haben, ergibt sich indes ein sehr großer Hebel: Dieser kommt dadurch zustande, dass zwar vor etlichen Jahren die Zinsen noch viel höher gewesen sind, allerdings die Kaufpreise im direkten Vergleich damit recht niedrig ausfielen. Beim Abschluss einer neuen Finanzierung ist hier problemlos eine Halbierung der monatlich zu zahlenden Rate denkbar. An dieser Stelle kommt das sogenannte Forward-Darlehen ins Spiel, von dem die meisten Bauherren noch nie etwas gehört haben.

- Das Forward-Darlehen schreibt schon zum heutigen Tage denjenigen Zinssatz fest, der eine neue Finanzierung an einem bestimmten Stichtag in der Zukunft erlaubt.

- Das erlaubt praktisch eine Reservierung der niedrigen Zinsen.

Für einen Zeitraum von 66 Monaten im Voraus zum Forward-Darlehen wird es dem Kunden ermöglicht, einen Darlehensvertrag zu einem fixen Zinssatz abzuschließen. Ist die Sollzinsbindung ausgelaufen, kommt das Forward-Darlehen zum Zuge und kann die laufende Finanzierung ablösen. Ganz ohne Nachteile ist das Ganze allerdings auch nicht, denn die Bank verlangt in der Regel für die Inanspruchnahme dieses Konstrukts immer einen entsprechenden Zinsaufschlag.

Ein Vergleich der Angebote ist bei Forward-Darlehen unumgänglich

Umso wichtiger ist es gerade bei dieser Darlehensform intensive Vergleiche anzustellen. Als angemessener Zeitraum gilt in diesem Zusammenhang eine Spanne von drei Jahren vor dem Ablauf des ersten Darlehensvertrages. Eine einfache Faustregel unterstützt Bauherren bei dem Für und Wider in Sachen Forward-Darlehen: Die Höhe der Gebühren für die Bereitstellung des Geldes ist umso größer, desto länger die Laufzeit letztlich andauert. Natürlich sollte man auch die eigene Bank über seine Pläne informieren und sich an dieser Stelle ein neues Angebot unterbreiten lassen. Ab einer Differenz von 0,1 Prozentpunkten im Vergleich zum Forward-Darlehen lohnt sich ein Wechsel in der Regel. Allerdings sind dann noch die Kündigungsfristen für das ursprüngliche Darlehen zu beachten. Außerdem ist folgendes wichtig:

- Der Ausstieg aus einem Darlehensvertrag nur wegen der Inanspruchnahme eines günstigeren Kredits ist in der Regel nicht möglich.

- Hier kommt es dann auf die Kulanz der Bank an, welche eine Kündigung nicht zu akzeptieren braucht.

Abschluss eines Forward-Darlehens erfolgt in nur wenigen Schritten

Wer den Abschluss eines Forward-Darlehens in Erwägung zieht, kann dies in nur wenigen Schritten realisieren.

Beim endgültigen Abschluss eines Forward-Darlehens sollte man dann planvoll und strukturiert vorgehen. Die nachstehende Tabelle gibt einen guten Anhaltspunkt dafür:

Schritt

Aktion

1

Restschuld am Stichtag überprüfen

2

Eigene Bank um neues Angebot bitten

3

Angebote weiterer Banken besorgen

4

Wechsel des Darlehensgebers

Etwas Besonderes gilt für die Situation, dass der laufende Kredit bereits in wenigen Monaten abläuft. Hier kann es unter Umständen mehr Sinn ergeben, auf den Abschluss eines Forward-Darlehens gänzlich zu verzichten und sich besser die Konditionen für ein normales Darlehen anzuschauen. Gerade bei kurzfristigen Umschuldungen kann sich auf diese Weise ein deutlicher Vorteil gegenüber dem über mehrere Jahre zu zahlenden Zinsaufschlag bei Forward-Darlehen ergeben.

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