Flexibilität bei der Lehrstellensuche erhöht Erfolgsaussichten

Von: Hendrik Roggenkamp, ddp
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Droht wegen der Wirtschaftskrise ein Einbruch auf dem Lehrstellenmarkt? Foto: ddp

Berlin. Die Suche nach einem Ausbildungsplatz wird 2009 wieder schwieriger. Wegen der Wirtschaftskrise bieten die Betriebe nach Berechnungen des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) voraussichtlich rund 50.000 Lehrstellen weniger an als im Vorjahr.

Bleibt es dabei, fehlen rund 18.000 Ausbildungsplätze. Zwar ist das BIBB zuversichtlich, dass sich die Lehrstellenlücke durch Förderprogramme und Werbeaktionen bei Betrieben schließen lässt.

Klar ist jedoch, dass viele Jugendliche nicht ihre gewünschte Lehrstelle bekommen werden, sondern auf weniger stark nachgefragte Ausbildungsberufe ausweichen müssen.

Vergleichsweise gut dürften die Aussichten nach wie vor in der Gastronomie sein. Hier blieben 2008 knapp zwölf Prozent der Ausbildungsplätze für Restaurantfachkräfte unbesetzt. Aber auch in anderen Branchen gibt es tendenziell mehr Lehrstellen als Bewerber.

So fanden Fleischer und Bäcker für rund neun Prozent ihrer Lehrstellen keine Auszubildenden, und auch sechs Prozent der Ausbildungsplätze für angehende Augenoptiker blieben frei. Wer hingegen Florist werden will, hat es wohl auch 2009 schwer. Im vergangenen Jahr lehnten die Betriebe knapp 30 Prozent der Bewerber ab.

Nicht immer ist eine schwache Nachfrage ein Indiz für niedrige Bezahlung, ungünstige Arbeitsbedingungen und schlechte Aufstiegschancen. Vielmehr haben verschiedene Studien gezeigt, dass sich Jugendliche bei der Ausbildungsplatzsuche stark vom Image eines Berufs leiten lassen.

Besser beraten sind Bewerber, die sich bei der Berufswahl an harten Fakten orientieren. Eine empfehlenswerte Anlaufstelle ist die Arbeitsagentur. Neben der Beratung vor Ort gibt es unter der Internet-Adresse http://www.berufenet.arbeitsagentur.de detaillierte Informationen zu Lerninhalten, Ausbildungsvergütungen und beruflichen Perspektiven sämtlicher Ausbildungsberufe.

Die Datenbank der Arbeitsagentur nennt auch mögliche Alternativen zum Traumberuf. Jugendliche, die sich beispielsweise an Stelle der begehrten Floristen- auch eine Gärtnerlehre vorstellen können, haben nicht nur bessere Einstellungschancen, sondern verdienen während der Ausbildung auch mindestens 100 Euro mehr im Monat. Zudem ähneln sich die möglichen Arbeitsbereiche nach Abschluss der Ausbildung stark.
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