Münster - Familienversicherung wirkt sich auf Einkommensgrenze des Kindes aus

Familienversicherung wirkt sich auf Einkommensgrenze des Kindes aus

Von: ddp
Letzte Aktualisierung:

Münster. Für Kinder über 18 gibt es nur noch Kindergeld, wenn das Einkommen des Kindes den Grenzbetrag von derzeit 7680 Euro nicht überschreitet.

Streit gibt es mit dem Finanzamt dann immer wieder, wenn das Einkommen eigentlich oberhalb der Grenze liegt, die Eltern dann aber Kosten geltend machen, die die Einkommenssumme unter die Grenze drücken sollen. Beispielsweise haben sich vor dem Finanzgericht Münster (AZ: 3 K 840/08 Kg) Eltern mit dem Finanzamt über die Frage gestritten, ob die Familienversicherung die Einkünfte drücken kann.

In dem Fall hatten Eltern eine private Vollversicherung abgeschlossen, die auch die Tochter mitversicherte. Das Finanzamt wollte die auf die Tochter entfallenden Versicherungsbeiträge jedoch nicht vom Einkommen abziehen, sodass die Tochter deutlich über der Grenze von 7680 Euro verdiente und die Eltern kein Kindergeld bekamen.

Die Münsteraner Richter aber entscheiden zugunsten der Eltern. Nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofes seien Beiträge des Kindes zu einer freiwilligen gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung sowie unvermeidbare Beiträge für eine private Kranken- und Pflegeversicherung von den Einkünften und Bezügen des Kindes abziehbar. Dies gelte nicht nur, urteilten die Finanzrichter, wenn das Kind selbst Versicherungsnehmer sei, sondern auch, wenn es in einer Familienversicherung mitversichert

ist. Jetzt wird sich der Bundesfinanzhof in der Revision (AZ dort: 3 K 840/08) noch einmal mit dem Fall auseinandersetzen.
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