Aachen - Fahrradfahren wird zunehmend riskant

Fahrradfahren wird zunehmend riskant

Von: Horst-Peter Wickel
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Die Temperaturen steigen wieder. Da denken viele schon wieder ans Fahrradfahren. Doch das wird immer gefährlicher, gerade Senioren sind gefährdet. Der richtige Versicherungsschutz ist ein Muss.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Todesopfer bei Verkehrsunfällen im vergangenen Jahr zwar mit rund 3.350 nahezu unverändert, aber vor allem die Zahl der tödlich verunglückten Fahrer von motorisierten Zweirädern und Fahrrädern ist deutlich um rund 35 Prozent gestiegen. Vor allem ältere Menschen ab 65 Jahre werden dabei sehr viel häufiger zum Opfer. So ist jeder sechste Radfahrer, der zu Schaden kam, älter als 65 Jahre und mehr als die Hälfte der tödlich Verletzten war über 65 Jahre.

Gesetzliche Unfallversicherung kann sich querstellen

Noch immer wiegen sich viele Radfahrer in trügerischer Sicherheit und verlassen sich auf die gesetzliche Unfallversicherung. Doch die zahlt nur, wenn sich ein Arbeitnehmer auf dem Weg zur Arbeitsstätte oder ein Kind auf dem Weg zur Schule befindet. Für welche Schäden nicht die gesetzliche, sondern nur eine private Unfallversicherung aufkommt, weiß nach der Helvetia-Studie nicht einmal jeder Zweite.

Zwar hält jeder dritte Befragte eine private Unfallversicherung für wichtig, um die finanziellen Folgen eines Unfalls abzufedern, aber nur eine Minderheit plant den Abschluss einer solchen Versicherung in den nächsten zwölf Monaten. Auch nach Meinung von Verbraucherschützern, beispielsweise vom Bund der Versicherten, sind private Unfallversicherung oder Berufsunfähigkeitsversicherung für Radfahrer durchaus sinnvoll, zumal die Radfahrer ohnehin meistens nicht schuld an den Unfällen sind. Der Versicherungsschutz ist nur gefährdet, wenn der Radfahrer selbst vorsätzlich einen Versicherungsfall herbeiführt. Nach Angaben von BdV-Beraterin Bianca Boss können die Leistungen einer solchen Versicherung nur bei grober Fahrlässigkeit, zum Beispiel nach einem Unfall durch freihändiges Radeln gekürzt werden.

Haftpflichtversicherung für Radler

Zum absoluten Muss für Radfahrer gehört darüber hinaus eine private Haftpflichtversicherung, denn auch als eher schwacher Verkehrsteilnehmer können Radfahrer erhebliche Schäden verursachen. Ob das schlecht gesicherte Fahrrad umfällt und dabei zum Beispiel eine Schaufensterscheibe oder ein Auto beschädigt oder ob der Radfahrer durch sein Fehlverhalten andere Verkehrsteilnehmer zum Ausweichen oder Abbremsen mit teuren Unfallfolgen zwingt -; der finanzielle Schaden kann erheblich sein.

 

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