Aachen - Erste Sparkasse rudert bei Abhebegebühren zurück

Erste Sparkasse rudert bei Abhebegebühren zurück

Von: Horst Biallo
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Erste Sparkassen wollen jetzt doch keine Abhebegebühren erheben. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa.

Aachen. Die erste Sparkasse gibt nach dem massiven Medienecho klein bei und rudert bei den Abhebegühren zurück. Der Imageschaden ist wohl größer als der Nutzen.Nach den Recherchen des Verbraucherportals biallo.de zu den Abhebegebühren von Sparkassen und VR-Banken gibt es nun eine positive Nachricht für Verbraucher:

Nach den Recherchen des Verbraucherportals biallo.de zu den Abhebegebühren von Sparkassen und VR-Banken gibt es nun eine positive Nachricht für Verbraucher: "Sie können uns aus Ihrer Tabelle nehmen", sagt Stefan Schüßler, Pressesprecher der Sparkasse Hanau, im Telefongespräch mit biallo.de. "Wir hatten die Gebühren für das Geldabheben sowieso nur bei einem Kontomodell. Und die haben wir nur nun ganz einfach gestrichen", so Schüßler weiter.

Glücklich werden all die Kunden sein, die bei der Sparkasse das Basispaket "GrimmClassic" gebucht haben. Es ist mit 2,00 Euro im Monat auf den ersten Blick sehr günstig und dürfte daher in erster Linie von Leuten gewählt worden sein, die nicht so viel Geld haben. Die mussten bislang 0,20 Euro zahlen, wenn sie im Quartal mehr als zehnmal am Automaten dieser oder anderer Sparkasse Geld holten. Dies entfällt nun.

Sieht man sich die anderen Gebühren dieses Kontos an, trübt sich das auf den ersten Blick positive Bild. Der Preis der Sparkassen-Card von 7,50 Euro im Jahr ist noch ganz in Ordnung. Andererseits zahlt man jedesmal 0,20 Euro für einen Kontoauszug am Drucker. Barauszahlungen am Schalter schlagen mit satten 2,00 Euro zu Buche. Den gleichen Preis verlangt die Hanauer Sparkasse für Überweisungen per Beleg.

Tipp: Sehen Sie sich die vier anderen Kontomodelle in Ruhe an. Wer kein Online-Banking macht, für den könnte das Kontomodell "GrimmPremium" unter dem Strich günstiger sein. Aber gut nachrechnen. Denn es kostet 7,50 Euro im Monat oder 90 Euro im Jahr.

Schüßler musste dann auch zugeben: "Diese Gebühren machten bei uns nur einen mittleren dreistelligen Betrag im Jahr aus." Dafür sich diesen Ärger einzuhandeln, das lohnt sich offensichtlich nicht. Der Imageschaden ist wohl größer als der Nutzen. "Sie können uns wieder streichen, Herr Biallo", bat Schüßler.

Tipp: Viele Verbraucher scheuen noch den Wechsel des Girokontos. Doch die Sorge ist unbegründet. Seit einigen Monaten müssen Alt- und Neu-Bank aktiv beim Konto-Wechsel zusammenarbeiten. Kundenfreundliche Banken bieten darüber hinaus einen bequemen Kontowechsel-Service an, so werden alle Daueraufträge erkannt und übernommen.

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